Alles hat zwei Enden – nicht nur die Wurst!

von 5. Jan 2018

Wer kennt noch den Klassiker von Stephan Remmler »Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!« aus dem Jahr 1987? Das waren Zeiten. Aber hey: Alles hat zwei Enden, nicht nur die Wurst. Polarität nennen das die spirituell orientierte Menschen. Und bei denen spielt das Polaritäts-Gesetz auch eine große Rolle.

Jedoch verstehen die meisten die Polarität so: es gibt zwei Kräfte, die jeweils ihren eigenen Ursprung haben und in einem gewissen Gleichgewicht zueinander stehen – so wie mit Tag und Nacht. Mal ist der Tag ganz lang und die Nacht sehr kurz, mal ist der Tag ganz kurz und die Nacht sehr lang. Im Jahreslauf gleichen sich die Dauer von Tag und Nacht aus. Das Eine und sein Gegenteil. So basteln wie alle Gegensätze zu solchen Polaritäts-Paaren: Gesundheit–Krankheit, Reich-Arm, Gut-Böse, Groß-Klein und so weiter.

Der Fehler: jeder Pol bekommt seine eigene Identität

Dabei wird jetzt aus meiner Sicht ein entscheidender »Fehler« gemacht: jedem Pol wird eine eigene Identität gegeben, eine eigene Quelle, eine eigene Energie. Reichtum hat seine Steckdose und die Armut hat ihre eigene ganz andere Steckdose. Die Quelle des Guten ist natürlich eine andere als die Quelle des Bösen. Wir nehmen die Paare und machen aus ihnen zwei einzelne für sich existierende Partner.

Im Beitrag »Homöopathie Lektion 2 – Polarität« habe ich versucht, diese irrige Annahme zu beleuchten. Auf dieser falsch verstandenen Annahme baut nicht nur unser allopathisches Krankheitsverständnis auf, sondern überhaupt unser gesamtes allopathisches Weltverständnis.

Mir scheint: für die allermeisten Menschen, die ich kenne, braucht es diesen Kampf zwischen Gut und Böse. Er ist sogar notwendig für ihr Weltverständnis und vor allem für ihre Erklärungen, warum ihr Leben so ist wie es ist.

Soll ja jeder denken, was er will. An sich ist es egal. Nur, wenn du mit deinem Leben, so wie es ist, nicht so zufrieden bist, dann schießt du dir mit dieser Annahme selbst ins Knie. Diese Annahme hilft dir dann nicht. Es ist wahrscheinlich unmöglich, dein Leben mit dieser Annahme nachhaltig zu verändern. So wie es wahrscheinlich unmöglich ist, eine Krankheit mit Allopathie zu heilen – und ich meine schon heilen, nicht lindern!

Eine Ansicht – zwei Schwierigkeiten

Erstens

Zum einen musst du gegen etwas sein. Gegen das, was dir nicht gefällt. Und mit all deinen Möglichkeiten stellst du dich dagegen: suchst nach der Ursache, bekämpft dieses und stellst dich gegen jenes. Aber der Kampf dagegen liefert dir nur noch mehr davon.

Zweitens

Zum andern verlierst du die Orientierung. Denn du kannst deine Gedanken und deine Gefühle nicht mehr richtig einordnen und bekommst einen ziemliches Durcheinander an Manifestationen, die für dich nicht erklärbar sind. Genau das macht die Existenz des »Bösen« ja nur noch wahrscheinlicher für dich.

Zum Beispiel denkst du an Geld. Mindestens glaubst du das. Denn immerhin denkst du ja nicht an die Armut. Du hast ja Geldscheine vor deinem inneren Auge und kein Getto. Da du dabei nicht wirklich auf deine Gefühle achtest, kannst du nicht wahrnehmen, an was du tatsächlich denkst. An Geld – ja. Aber an welches?

Eine Sache – zwei Pole

Die Polarität besteht nämlich einzig darin, dass das Eine zwei Enden hat: anwesend und abwesend. Also alles hat zwei Enden. Das heißt: es gibt das Geld zweimal! Der »Geld-Zauberstab« hat zwei Enden: das Ende an dem  das Geld anwesend ist und das andere, an dem das Geld abwesend ist. Der Mangel hat die selbe Quelle, wie die Fülle. Nur mischt sich großer Widerstand hinzu, der verhindert, dass die Fülle fließt. Mangel ist nicht zugelassene Fülle, so wie Krankheit nicht zugelassene Gesundheit ist – »verstimmt« ist hier Hahnemanns Wort. Das Abwesende des Themas entsteht immer durch den Widerstand, der zum Thema herrscht.

  • Geld plus Widerstand ist kein Geld.
  • Gesundheit plus Widerstand ist Krankheit.
  • Helligkeit plus Widerstand ist Dunkelheit.
  • Liebe plus Widerstand ist Hass.
  • und so weiter.

Alles hat zwei Enden – an welchem Ende bist du?

Wenn du jetzt an Geld denkst, dann ist nur klar, dass du den »Geld-Zauberstab« aufgreift. Aber es ist noch nicht klar, welches Geld du im Fokus hast – heißt: welches Ende du aktivierst. Wahrscheinlich das Ende, an dem dir das Geld fehlt, da zum Thema Geld bei den meisten viel Widerstand vorhanden ist. Und so kommt mehr Geld zu dir, das du nicht hast.

Und dann sagst du dir: »Gemein. Ich denke die ganze Zeit an Geld und bekomme doch keines. Das muss einen Grund haben. Irgendwo muss es eine Instanz geben, die mir nichts Gutes will und gegen mich ist. Wie kann ich diese bekämpfen oder besänftigen?«

Und schon bist du nicht mehr bei dir, sondern irgendwo da draußen und suchst nach Wegen wie du andere dir wohlgesonnen machst oder wie du sie aus dem Weg räumst.

Achte auf dein Gefühl

Alles hat zwei Enden, deshalb musst du darauf achten, an welchem Ende des Geldes du dich befindest: am anwesenden oder am abwesenden. Und das ist leicht herauszufinden. Du fragst dich einfach: »Wie fühle ich mich, wenn ich an Geld denke?« Das ist es! Mehr ist es nicht. Siehe auch Beitrag »Wunsch – Kuss der Morgenröte oder Schlag in die Magengrube«.

Fühlst du dich gut, dann bist du auf der anwesenden Seite. Fühlst du dich unwohl, dann bist du auf der abwesenden Seite. So einfach ist das.

Mindestens die Standortbestimmung geht leicht. Deine »Arbeit« ist es jetzt, dein Gefühl zum Geld zu verändern. Die Reise vom abwesenden zum anwesenden Geld ist immer eine Gefühlsreise (siehe Beitrag »Gefühle als Prozessorientierung«).

Einfach besser fühlen

Durch die Verringerung des Widerstandes zum Thema Geld, verändern sich die Gefühle, sie werden leichter und immer besser. Kommst du bei den wohligen Gefühlen an, bist du auf der anwesenden Seite und dann manifestiert sich das Geld, das da ist.

Also: Alles hat zwei Enden! Immer. Nicht nur die Wurst. Ein Thema. Zwei Enden: anwesend und abwesend. Dein Widerstand zum Thema bestimmt, wo du dich gerade aufhältst: viel Widerstand drückt dich zur abwesenden Seite; wenig Widerstand läßt dich zur anwesenden Seite aufsteigen.

Du fühlst es. Und wenn du dich besser fühlst, dann hast du Widerstand reduziert. Dann bewegst du dich zur anwesenden Seite. Deine ganz Macht über den Prozess besteht darin, dass du dich besser fühlen kannst. Das ist alles. Und das ist leichter, als du denkst. Hokus Pokus Fokus – einfach besser fühlen!

Michael Antoni Unterschrift

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