Anstrengung und Erschöpfung – ein Zeichen von Faulheit

von 28. Nov 2017

Inspiriertes Handeln

Anstrengung und Erschöpfung – ein Zeichen von Faulheit. Klingt das für dich paradox? Mach dir folgendes klar: wenn du dich zu aller erst um dein Gefühlsleben kümmerst, und dich »einfach besser fühlst« und so in einen guten »Verbindungs-Modus« kommst, dann kommen hilfreiche Inspirationen und Impulse von ganz alleine.

Und das besondere an diesen Impulsen ist: sie wollen über eine Handlung ein Muster sichtbar machen, dass dir gefällt, dass mit deinem Erwünschtem zu tun hat.

Wenn du in diesem Sinne inspiriert bist, dann läuft es eben überraschend leicht. Dieses inspirierte Handeln ist voller Spaß und Freude, es fällt leicht und fühlt sich natürlich an. Dein Aufwand ist gering im Vergleich zum Ergebnis.

Anstrengung und Erschöpfung – der Klassiker

Der Aufwand, den du betreiben musst, wird um so größer, je schlechter du mit dir verbunden bist, also je schlechter du dich fühlst.

In dem Moment, in dem die Energie nicht auf das Erwünschte ausgerichtet ist, wird es schwer. Anstrengung und Erschöpfung sind die langfristige Folge.

Natürlich kommen jetzt auch Impulse, die dich zum Handeln aufrufen. Aber diese Impulse kommen aus einem unsichtbaren energetischen Muster, welches dein Unerwünschtes abbildet (siehe Beitrag: »Deine innere Stimme und der Impuls, ihr zu folgen«). Jetzt musst du mit Handeln vieles ausgleichen und kompensieren, was du dir selbst in den Weg legst, weil dein Fokus auf Unerwünschtes gerichtet ist. Anstrengung und Erschöpfung sind die Folge.

Wenn du dich also vorher nicht um die »Gefühls-Haushalt« kümmerst und dich »einfach besser fühlst«, dann musst du das später mit mehr Anstrengung kompensieren.

Anstrengung und Erschöpfung als Indikator

Das heißt: jedes mal, wenn sich etwas angestrengt anfühlt, so als ob du noch mehr machen müsstest, hast du dich vorher nicht um deinen Fokus und deine Haltung gekümmert. So werden Anstrengung und Erschöpfung für dich zum Indikator für ungünstiges Fokussieren.

Ist das nicht gut zu wissen. Deshalb halte inne und überlege, was gerade geschieht. Fühle, wie du dich fühlst. (Sie Beitrag: »Zwei Dinge die dein Leben verändern«). Versuche herauszufinden, worauf dein Fokus liegt. Und dann ändere deine Fokus, ändern deine Haltung, ändere dein Gefühl. Mach dir klar, was du willst und wie es sich anfühlen soll.

Anstrengung am richtigen Platz

Gut. Es ist schön, wenn wir bei uns sind und die Inspiration zum Handeln kommt. Es ist ein sehr schönes und prickelndes Gefühl.

Aber es gibt eben auch Situationen, in denen jetzt etwas gemacht werden muss. Eben auch dann, wenn wir nicht ganz bei uns sind. Was kann ich also tun, wenn ich nicht ganz bei mir bin, aber etwas heute machen muss, da es eben gemacht werden muss?

Wenn ich meine Gefühle erst nehme und mich besser fühlen will und irgendwelche Prozesse mache, um zu mir zu kommen, ist das dann nicht auch eine Anstrengung?

Ja, das ist es. Aber wenn wir das als Kriterium nehmen, dann ist es die einzige Anstrengung, die o.k. ist: sich anzustrengen, sich gut zu fühlen. Ober besser gesagt: sich anzustrengen, sich besser zu fühlen. Diese Anstrengung erleichtert und belebt dich. Sie führt in keine Erschöpfung. Im Gegenteil: Anstrengung und Erschöpfung sind dann kein Thema.

Wenn du dich immer mehr um die Gefühls-Ebene vorher kümmerst, dann wirst du sehen, dass der Anstrengungs-Grad immer weniger wird, weil du besser auf das Erwünschte ausgerichtet bist und dein Fokus in die richtige Richtung weist.

Anstrengung und Erschöpfung aus chaotischem Handeln

Machst du das alles nicht, dann sind dein Gedanken überall und ein riesiges Mischmasch von allem bestimmt deine Haltung.

Das führt dazu, dass sich ein riesiges Mischmasch von allem manifestiert und du ordentlich ausmisten musst mit deinen Handlungen bis du das Erwünschte erreicht hast. Und das Ausmisten ist wirklich anstrengend.

Wenn deine Gedanken sich gar nur mit Unerwünschtem beschäftigen, dann wird ein unerwünschter Haufen Mist manifestiert, der enorm viel Handlungskraft von dir einfordert bis der Mist einigermaßen geordnet wird.

Nur sind jetzt die Handlungen so sehr vom Unerwünschten »inspiriert«, dass diese kompensatorischen Handlungen oft auch neuen Mist als Nebenwirkungen produzieren. Eine Sisyphsus-Arbeit. Anstrengung und Erschöpfung sind dann nur natürlich.

Streng dich an, dich besser zu fühlen!

Lass es sein. Kümmere dich um deine Gefühle und fühle dich einfach besser.

Es gibt keine Situation, in der du dich nicht mit ein wenig Achtsamkeit sofort ein wenig besser fühlen kannst.

Und darum geht es: ein klein wenig besser fühlen und dann tätig werden. Es ist wirklich nur eine kleine Anstrengung, die aber erhebliche Veränderungen mit sich bringt.

Kannst du dir erlauben, die Person zu sein, der angeblich immer alles in den Schoß fällt? Kannst du dir erlauben, die Person zu sein, die nichts für ihr Glück »tun« muss? Kannst du dir also erlauben, dich einfach besser zu fühlen, ohne die Erlaubnis der anderen? Kannst du dir erlauben, dass diese Anstrengung niemand sieht? Oder müssen anderen mitbekommen, wie fleißig du bist und wie hart du dir alles erarbeitet hast?

Denk mal darüber nach!

Herzlich Grüße

Michael Antoni Unterschrift

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