Die Magie der Inspiration

von 24. Apr 2018

Der Augenblick der Inspiration ist nicht der Augenblick der Entstehung einer Idee. Das bedeutet: in dem Augenblick, in dem du einen Wunsch wahrnimmst, ist der Wunsch nicht entstanden. Wenn du also einen Wunsch verspürst oder dir eine Idee einfällt oder du eine Vision erhältst, dann nimmst du etwas zum allerersten Mal wahr, das schon länger in deiner Reichweite existiert – oft schon viel Jahre.

Inspiration ist die akute Offenheit für etwas, das schon lange existiert und nur darauf wartet, endlich einfallen zu dürfen.

Wann entsteht der Wunsch?

Der Wunsch entsteht im Augenblick des Problems (siehe Potentialentfaltung). Das bedeutet: in dem Moment, in dem dich die unerwünschten Dinge »erdrücken« wird der neue Wünsch geboren.

Bekommst du das mit? Eher nicht. In diesem Augenblick hast du kein Bewusstsein für den Wunsch. Das Unerwünschte absorbiert deine ganze Aufmerksamkeit.

Indirekt spürst du die neue Existenz des Wunsches am Unwohlsein, das sich breit macht, wenn du das Unerwünschte erlebst. Ohne den neuen Wunsch könntest du dich nicht unwohl fühlen. Aber das ist dir in diesen Momenten meist nicht bewusst.

Und so hast du im Geburtsmoment des neuen Wunsches keine klare Idee des Wunsches.

Zwischenlager Schöpferwirbel

Was passiert mit dem Wunsch? Er wird Teil deines Schöpferwirbels. Das heißt: dein potentielles ICH ist um diesen Wunsch größer geworden. Im Schöpferwirbel wartet dieser potentielle Wunsch nun darauf, dass du ihn realisierst. Das Potential wartet auf seine Entfaltung. Und Schritt Nummer Eins der Entfaltung ist: der Wunsch fällt dir ein!

Inspiration erfolgt aus der Ähnlichkeit zum Wunsch

Wenn dir also der Wunsch einfällt, muss sich etwas in dir verändert haben, dass dich offen für den Wunsch macht. Irgendwie bist du in einen Empfangs-Modus gewechselt, der dich das empfangen und entdecken läßt, was schon lange Zeit vorhanden ist und nur drauf wartet, dir einfallen zu können.

In dem Moment, in dem die Inspiration zuschlägt, müssen deine Wahrheiten und Glaubenssätze verändert sein. Sie müssen sich an deinen Wunsch angenähert haben, sonst könnte er dir ja nicht einfallen.

Weißt du, was das bedeutet? In dem Moment, in dem dir ein Wunsch, eine Idee, eine Vision einfällt, ist die Realisierung ganz ganz nah. Die weiteste Wegstrecke hast du schon hinter dir – die Anpassung deiner Wahrheiten an die Realisierung des Wunsches. Es braucht nur noch ein kleines Bisschen. Verweile nur ein kleine wenig länger beim Wohlgefühl, dass der Wunsch in dir auslöst.

Die Manifestations-Bremse

Das, was die Manifestierung hinauszögert, ist dein Wissen, dass es nur ein Wunsch ist, nur eine Idee.

Was macht das mit deinen Wahrheiten? Sie fangen an, sich wieder zurück zu entwickeln, weil du den aktuellen Ist-Zustand deiner Realität wahrnimmst, in dem die Abwesenheit des Wunsches dominant ist. Damit wird dein Glaubens-Muster wieder ähnlich zur Realität, in der die Dinge fehlen.

Deine akuten Wahrheiten – eben noch dem Wunsch ähnlich – passen sich jetzt wieder an, an die alten »vernünftigen« chronischen Wahrheiten, die deine Realität abbildet. Lese herzu den Artikel »Das Schicksal einer guten Idee!«

Du machst wieder dicht und gehst aus dem Empfangs-Modus. Die magische Pforte schließt sich wieder.

Das Unwohlsein kommt zurück

Jetzt weißt du zwar ganz klar um den neuen Wunsch, aber deine Wahrheiten haben sich wieder an deine Realität angepasst.

Wenn du jetzt an den Wunsch denkst, spürst keine Begeisterung mehr, sondern nur noch die Ungeduld, die Enttäuschung oder irgendein anders Unwohlsein, das mit dem Wissen einhergeht, dass der Wunsch unerfüllt ist (siehe Wunsch – Kuss der Morgenröte oder Schlag in die Magengrube).

Inspiration ist so nah an der Realisation

Dir ist meist nicht klar, dass du im dem Moment der Inspiration super super nah an der Realisation bist. Ganz, ganz nah.

Versuche das nächste Mal einfach länger beim Wunsch zu bleiben und die Begeisterung und das Wohlgefühl, welches durch die Inspiration entsteht, einfach länger zu genießen.

Das bedeutet:

  • denke nicht so schnell über die Realisierung nach.
  • behalte den Wunsch länger für dich und teile ihn nicht mit.

Gönne dir diesen Wunsch als ganz private und intime Köstlichkeit einfach ein klein wenig länger. Erlaube dir diesen Wunsch ohne Verwirklichungsdruck.

So bleibst du länger in der Nähe des Wunsches. Damit bleiben auch deine Wahrheiten länger ähnlich zum Wunsch und damit steigt die Wahrscheinlichkeit enorm, dass sich »plötzlich« Dinge ergeben, die deinem Wunsch den Weg in die Welt ermöglichen.

Einfach besser fühlen? Gönn dir deinen Wunsch einfach länger! Genieße die Magie der Inspiration. Mach es einfach. Mach es jetzt.

Sonnige Grüße aus dem Schöpferwirbel

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