Fünf Gewohnheiten für ein glückliches Leben

von 15. Okt 2019

Einfach besser fühlen und glücklich sein? Da musst du nicht warten bis dir endlich das große Glück im Außen begegnet. Im Gegenteil: auch wenn sich deine materielle Lebensqualität deutlich verbessert, bedeutet das nicht unbedingt, dass du damit ein glückliches Leben führst.

Ein glückliches Leben ist keine Frage des Wohlstands. Glück im Alltag ist eine Frage von Bedürfnissen, die täglich erfüllt werden wollen. Im Folgenden stelle ich dir fünf Bedürfnisse vor, die einen großen Einfluss auf dein Glücksempfinden habe, wenn du sie jeden Tag erfüllst. Deshalb lohnt es sich für dich, fünf Gewohnheiten zu entwickeln, die deinen Tag glücklicher machen, weil sie diese Bedürfnisse erfüllen.

Lesezeit: 12-15 Minuten

Bild: ich

Grundsätzliches zum Glück

Die Basis – fünf existentiell Bedürfnisse für ein glückliches Leben

 

Bevor wir gleich zu den 5 Gewohnheiten kommen, will ich kurz erwähnen, dass es natürlich an der Basis deiner Existenz noch fünf viel wichtigere Bedürfnisse gibt, welche die Basis deines Lebens bestimmen: Atmen, Trinken, Schlafen, Essen und Sex. Diese fünf Bereiche sind existentiell für unsere psychische wie physische Gesundheit und somit auch für ein glückliches Leben.

Nur muss dir niemand sagen: »Atme mal«. Auf dieser existentiellen Ebene haben dich deine Bedürfnisse weitgehend im Griff. Also erfüllst du sie auch mehr oder weniger. Du hast kaum eine Wahl.

Hier stellt sich nicht die Frage, ob du sie erfüllst, sondern wie du sie erfüllst. Das wie, also die Qualität, mit der du diese Bedürfnisse erfüllst, beeinflusst natürlich massiv dein Wohlergehen. Jedes dieser Basis-Bedürfnisse kann dich ruinieren, wenn die Qualität schlecht ist, mit der es erfüllt wird.

Deshalb ist es natürlich super wichtig, hier deine Aufmerksamkeit hinzulenken, um herauszufinden, was für dich gut ist. Und das ist kein leichtes Unterfangen, denn hier sind wir alle sehr unterschiedlich.

Und es gilt eben tatsächlich: du musst herausfinden, was für dich gut ist. Vielleicht passt eine propagierte Ernährungsform für dich, vielleicht ist es aber eine Mischung aus mehreren, vielleicht passt aber auch etwas, dass noch Niemand in die Welt hinausposaunt hat.

Wer weiß schon wie du Sexualität als erfüllend erlebst. Das musst eben du herausfinden. Und so weiter. Verstehst du: hier bewegen wir uns stark auf einer individuellen Ebene, die dich als einzigartige Persönlichkeit ausweist.

Und natürlich ist es für ein glückliches Leben wichtig, dass du dir darüber bewusst wirst, was du da brauchst und wie du es am besten erfüllst.

Aber: auf all das werde ich hier jetzt nicht eingehen. Und es ist auch so: wenn du hier größere Probleme hast und diese existentiellen Bedürfnisse schlecht erfüllst oder gar ignorierst, dann brauchst du sehr wahrscheinlich persönliche therapeutische Begleitung und keinen Blog-Artikel.

Die Oberfläche – fünf allgemeinere Bedürfnisse für dein glückliches Leben

Die fünf Bedürfnisse, die ich dir heute vorstelle, sind dagegen eher »oberflächlicherer« Natur. Obwohl sie dein Wohlbefinden sehr stark beeinflussen, entwickeln sie nicht unbedingt so einen tiefen, starken Drang, dass du sie nicht ignorieren könntest.

Und meine Erfahrung mit mir und meinen Patienten ist: irgendwann haben wir leider »gelernt« diese Bedürfnisse mehr oder weniger zu ignorieren.

Und das bedeutet: die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass auch du dich um diese eigentlich selbstverständlichen Bereiche eher nicht kümmerst, weil du dich verfangen hast in Alltagspflichten, die dir scheinbar keinen Freiraum lassen.

Und genau darin liegt der Wert dieses Artikels. Es ist gut, dass dich jemand an so was Banales erinnert, weil du das Selbstverständliche eher nicht machst. (»Ich habe keine Zeit. Ich kann es mir nicht leisten, mich darum zu kümmern.«)

Kümmerst du dich aber um diese einfachen Bedürfnisse, erlebst du, wie du über etwas so Leichtes einen großen Einfluss auf dein gesamtes Befinden nehmen kannst.

Und als Bonus kommt noch hinzu: wenn du die diese fünf Gewohnheiten etablierst, wird es auf Dauer darauf hinauslaufen, dass du ein immer besseres Gespür für deine Basis-Bedürfnisse bekommst und somit hilft dir das beim Herausfinden wie du das mit dem Atmen, Trinken, Essen, Schlafen und Sex haben willst. Und das alles zusammen führt dich zu dem glücklichen Leben, das du dir erhoffst.

Aber jetzt ist genug der vorrede. Las uns loslegen.

1. Meditieren – Bedürfnis nach Einkehr und Ruhe

Es ist extrem wichtig für uns, uns immer wieder mit uns selbst zu verbinden und dabei bei uns anzukommen. Je lauter und schneller die Welt da draußen wird, desto wichtiger ist es, Phasen der Ruhe und Entspannung zu haben.

Mein Weg: Meditation.

Meditation ist für mich jedoch ein so bedeutungsschweres Wort, das so viel Methoden und Techniken mitbringt, so dass alles sehr schnell kompliziert erscheint und eher abschreckt. Deshalb nenne ich es gar nicht gerne so.

Mir geht es einfach um 15 Minuten, in denen du zur Ruhe kommen kannst.

Wie ich das mache, kannst du im Artikel »WoW #1 – Get Ready to be Ready« nachlesen. Hier beschreibe ich meine Art der »Meditation«. Im Prinzip sitze ich einfach da und beobachte meinen Atem.

Der Sinn der Meditation liegt für mich in zwei Punkten:

  1. Achtsamkeit
    Darüber dass du immer wieder gedanklich abschweift, es dann bemerkst und wieder für kurze Zeit zurück zu deinem Atem findest, schärft sich deine Achtsamkeit fürs Abschweifen.Und das ist unglaublich wertvoll für deinen Alltag. Denn hier wirst du dann auch viel schneller bemerken, wenn du dich gedanklich in eine Richtung bewegst, die dir nicht gefällt – und das zu einem Zeitpunkt, wo du noch Kontrolle über alles hast.Du spürst dann einfach viel schneller wie du vom Wohlbefinden abschweifst. Deine Toleranz fürs Unwohlsein wird damit immer geringer. Und das ist unbezahlbar. Denn wenn das Gedankenkarussell, oder die Situation, in der du dich befindest, schon mal Fahrt aufgenommen hat in ein Richtung, die dir nicht gefällt und du lange genug Schwung aufnehmen läßt, hast du keine Chance mehr einzugreifen. Dann bist du deinen Gedanken oder der Situation ausgeliefert.
  2. Zur Ruhe kommen und Widerstand reduzieren.
    Beim Meditieren denkst du nicht so viel und darüber wird dein Widerstand reduziert, was du dann mit eine Anstieg an Energie bemerken wirst.. Über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen wirst du eine deutliche Veränderung bemerken.

Fokus ausrichten

Wenn du nach dem Meditieren noch Lust hast den Kurs für den Tag zu bestimmten, kannst du dir nochmals fünf Minuten Zeit nehmen und dabei 10 Gründe aufschreiben, warum ein bestimmter Zustand, den du heute erleben möchtest, sich für dich so gut anfühlt.

Beides zusammen ist vor allem sehr wirkungsvoll am Morgen. Mit der Meditation schaffst du eine gute Basis für den Tag. Die Meditation holt dich immer wieder zu einem guten Ausgangspunkt zurück, von dem du dann mit Schwung in den Tag starten kannst.

Bremse & Gas auf dem Weg in ein glückliches Leben

Für viele wird der anfängliche Sinn der Meditation darin liegen, die eher unerwünschte Bewegungs-Energie, die sich über eine längere Zeit aufgebaut hat, zu reduzieren. Die Meditation reduziert also Stress und macht dich entspannter und ruhiger.

Die Schreibübung mit den 10 Gründen läßt dich dagegen Tempo aufnehmen in die Richtung, in die du willst.

Deshalb ist es am besten, diese Kombo eher am Morgen zu machen.

Freilich kannst du das auch tagsüber irgendwann machen, nur ist es da dann schon schwieriger in die Ruhe zu kommen, weil du über den Tag einfach schon deutlich mehr Schwung aufgenommen hast.

Wenn du dann bemerkst, dass dich das alles in eine Richtung bringt, die du nicht willst, dann ist es auf jeden Fall gut etwas zu machen, dass dich ausbremst, aber für Meditation musst du schon sehr geübt sein, damit dass dann für dich arbeitet. Wie gesagt: am günstigsten ist es am Morgen.

Damit schafft du eine gute Basis für deinen Tag.

2. körperliche Bewegung – Bedürfnis nach Bewegung

Sorge dafür, dass du jeden Tag körperliche Bewegung hast.

Es ist erstaunlich wie wenig auf Bewegung geachtet wird. Da sitzt man rum und grübelt. Die Stimmung wird immer düsterer und man sitzt weiter grübelnd herum. Würde man sich einfach nur auf machen, ein klein wenig um die Häuser gehen und sich kurz »frische« Luft um die Nase wehen lassen, würde sich der düstere Nebeln lichten.

Allein die Bewegung erleichtert Gedanken und führt zu einer erhellteren Stimmung.

Das ist umso massiver, wenn die Bewegung sportlichere Ausmaße hat. Wenn ich nicht gut drauf bin und dann zu Hause Sport mache, kann ich mit fast hundertprozentiger Sicherheit sagen: danach geht es mir psychisch wie physisch deutlich besser.

Bewegung ist natürlich relativ. Da musst du für dich das passende Maß herausfinden. Da ich im Arbeitsalltag als Therapeut nur herumsitze, versuche ich mich dazwischen relativ viel zu bewegen. Ich laufe zur Praxis. Ich erledige den Einkauf meist zu Fuß. Ich fahre mit dem Fahrrad zum Unterricht. Und so weiter.

Aber das langt für mich nicht aus. Ich brauche auch noch meine »Sport-Einheit«, die ich bei mir Zuhause abhalte, damit ich so flexibel wie möglich sein kann.

Finde dein Maß

Brauchst du das auch? Ich habe kein Ahnung. Ich weiß nur: gehst du eine halbe Stunde spazieren, macht das was mit deinem Befinden. Garantiert. Machst du eine halbe Stunde intensiveren Sport, macht das noch viel mehr mit deinem Befinden. Garantiert.

Also bewege dich irgendwie über den Tag verteilt. Ich mache nicht jeden Tag Sport, aber ich gehe fast jeden Tag raus um mich zu bewegen. Ich gehe zu Fuß, wenn es möglich ist und lass das Fahrrad stehen, mit dem es schneller gehen würde. Ich fahre mit dem Fahrrad, wenn es zu Fuß zu weit ist und lasse das Auto stehen. Oder ich fahre mit den Öffentlichen und habe dann meine Fußstrecke, anstatt mit dem Auto von Haustür zu Haustür zu Fahrren.

So ist jeden Tag ein Grundpegel an Bewegung vorhanden, den ich je nach Bedarf erhören kann. Wenn du dich regelmäßig bewegst, wird es automatisch weniger Phasen geben, in denen du Stagnation und Stillstand erlebst. Das liegt einfach in der Natur der Sache. Ich glaube, dass ist so offensichtlich, dass ich hier nicht weiter darauf eingehen muss.

Dein Körper ist für Bewegung gemacht. Deswegen brauchst du Bewegung für ein glückliches Leben. Also bewege dich. Ob du nun spazieren gehst oder intensiv Sport treibst liegt ganz bei dir. Hauptsache du machst das jeden Tag.

3. Lernen & Spielen – dein Bedürfnis nach Wachstum

Wann war das letzte Mal, dass du gespielt hast? Wann war das letzte Mal, dass du einfach nur deiner Neugierde nachgegangen bist und etwas erlernst hast, einfach weil du darauf Lust hattest.

In meinem Leitfaden Zwölf Tipps für erfülltes Arbeiten ist Tip 8: »Erhebe das Spielen zum Leitbild.«

Es ist ein interessantes Phänomen, dass wir als Erwachsene zwischen Spielen und Arbeiten unterscheiden, zwischen Freizeit und Arbeitszeit.

Als wir noch ganz kleine Kinder waren, gab es keine Unterscheidung. Alles war eine Zeit. Alles war Lernen, Spielen, Arbeiten und Herausfinden gemeinsam.

Kein Kind würde für sich sagen: ich spiele. Das ist ein Vokabular, das wir Erwachsene eingeführt haben, weil wir es für uns brauchen, als Gegenpol zum Arbeiten.

Der Weg ins unglückliche Leben

Für mich ist es das Drama unserer Zeit, dass wir mit dieser Trennung in Arbeit und Spiel dem neugierigen Lernen wollen und dem lustvollen Herausfinden wollen die Selbstverständlichkeit und Freiwilligkeit absprechen.

Leider ist es so: bei vielen hört das Abenteuer Leben, das nach Erfahrung und Entwicklung ruft, mit dem Tag der Einschulung auf. In einem langsamen chronischen Prozess verlernen wir die Fähigkeit, das Leben als natürliche, spielerische Herausforderung zu sehen, bei der wir uns erfahren und erleben können. Blöd ist nur, dass genau diese Fähigkeit eine der Grundvorraussetzungen für ein glückliches Leben ist.

Wir lernen nur noch das zu tun, was andere als wichtig erachten. Dabei verlieren wir den Zugang zu unseren eigenen Bedürfnissen, unserem eigenen Forschergeist und unserer eigenen Kreativität. Wir verlieren unser glückliches Leben.

Auf diese Art verletzten wir uns tief in unseren menschliche Würde, weil wir nicht mehr davon ausgehen, dass Entwicklung und Wachstum ein menschliches Basis-Bedürfnis ist, welches wir mit Freude erfüllen wollen.

Spielen und Lernen für ein glückliches Leben

Deshalb: Nehme dir einmal am Tag zeit, um dich spielerisch zu erleben oder etwas Neues zu erlernen – oder noch besser beides zusammen.

Spielen kann sein:

  • mit deinen Kindern spielen
  • Gesellschaftsspiele mit andern spielen.
  • dir Spaß gönnen
  • herum albern und lachen

Lernen kann sein

  • etwas Neues lernen (Sprache, Musikinstrument, Töpfern etc.)
  • malen, schreiben und so weiter
  • dich deinem Hobby widmen
  • einfach deiner Neugierde folgen
  • scheinbar »sinnlose« Beschäftigungen, die dir einfach nur Freude bereiten – völlig zweckfrei

Erlebe dich eben einmal am Tag spielerisch neugierig. Ein paar Minuten sind schon ausreichend. Du musst keine zwei Stunden Gitarre üben. Zehn Minuten sind schon ausreichen, um deinen Alltag zu unterbrechen, dir eine kleine Auszeit zu gönnen, bei der zu etwas lernst, dich gleichzeitig entspannst und bestenfalls auch noch Freude hast.

Wenn du kleine Kinder hast ist das einfacher für dich: denn jetzt hast jeden Tag jemanden, der dich auffordert und dir »Arbeit« abnimmt, weil deine Kinder genug Ideen zum Spielen haben. Du musst dich nur noch darauf einlassen.

Für ein glückliches Leben ist es wichtig, dass du in deinem Alltag das Bedürfnis nach Spielen & Lernen erfüllst – jeden Tag.

3. Mikro-Urlaube

Für ein gesundes Gleichgewicht ist es sehr wichtig, dass dein Alltag immer wieder kleine Unterbrechungen hat. Weder ist es ausreichend, einmal im Jahr für drei Wochen in den Urlaub zu fahren noch genügt es, nur am Wochenende für Abwechslung zu sorgen.

Du brauchst viel mehr positive und angenehme Unterbrechungen in deinem Alltag auf die du dich freust. Ob das ein Spaziergang ist, ein Besuch in einem Café oder eine Sport-Einheit zwischendurch – in jedem Fall macht das dein Leben glücklicher.

Mehr über Mirko-Urlaube und wie ich meine gestalte kannst du im Artikel »Eine Auszeit nehmen – Mikro-Urlaub« nachlesen.

5. persönlicher Kontakt

Wir können es drehen und wenden wie wir wollen: am Ende sind wir ein soziales Wesen, dass persönliche Kontakte benötigt.

Nähe versus Entwicklung

Als wir als Embryo in der Gebärmutter unsere Mutter heranwuchsen haben wir zwei Grunderfahrung gemacht: wir sind gewachsen und wir haben uns gleichzeitig tief verbunden gefühlt.

Und genau das wollen wir auch jetzt noch. Wir wollen jeden Tag wachsen und uns gleichzeitig tief verbunden fühlen.

Das ist aber gar nicht so leicht. Denn unsere Erfahrung ist oft: beides zusammen geht oft nicht. Das eine schließt oft genug das andere aus.

Zugehörigkeit und Wachstum bräuchte ja bedingungslose Liebe. Da wir aber unsere Zugehörigkeit oft mit Bedingungen erleben, kann unser Wachstum nur innerhalb dieser Bedingungen stattfinden, was unser individuelles Wachstum eher verhindert als fördert.

Klare Räume für ein glückliches Leben

Lernen & Nähe sind zwei sehr existentielle Grundbedürfnisse, die wir immer wieder als Ausschlusspaar erleben, vor allen, je enger und familiärer die Beziehungen werden. Deshalb ist es super wichtig, diesen beiden Bedürfnissen jeweils einen extra Raum zu geben.

Den Raum für das Wachsen haben wir schon in Tip 3 errichtet.

Jetzt müssen wir einen Raum errichten für Nähe.

Das heißt: Sorge dafür, dass du jeden Tag mindestens einen erfüllenden persönlicher Kontakt zu einem anderen Menschen. hast.

Nähe im Alltag

Ich gehe seit 16 Jahren immer vor der Praxis-Arbeit in ein kleines italienisches Café gegenüber meiner Praxis. Zu dieser Morgenzeit sind seit Jahren fast immer die gleichen Personen da. Da ich sie alle gut kenne, entstehen oft angenehme Gespräche.

Und so liefert dieser Morgenzeit oft schon die Menge an persönlichem Kontakt, die mir ausreicht für den restliche Tag. Manchmal aber auch nicht. Dann ist es schön noch zusätzlich einen Freund zu treffen.

Als Familienvater ist dieser Punkt grundsätzlich eher leicht für mich zu erfüllen, weil ich einfach das Glück habe, Kinder und eine Frau zu haben, die mir das leicht machen.

Normalerweise bekomme ich jeden Tag einfach über meine Familie genug persönlichen Kontakt. Aber trotzdem braucht es für mich immer wieder Kontakt zu mir wichtigen Personen außerhalb der Familie.

Das Maß an Nähe ist für alle unterschiedlich und du musst für dich herausfinden, wie groß die Dosis für dich sein muss, damit du dich wohl fühlst.

Das Mindestmaß ist jedoch ein persönlicher Kontakt jeden Tag, bei dem du dich Wohl und verbünden fühlst und bei dem es nicht um Organisation und Arbeit geht.

Ganz wichtig: Soziale Medien zählen nicht. Für dein Gemütsleben macht es einen riesigen Unterschied, ob du mit deiner Freundin leibhaftig in einem Café sitzt und dich angeregt austauscht oder ob du nur ein Bild deines Cappuccino postest und sie dir daraufhin ein Herzchen schenkt. Das ist alles hübsch und schön und soll so sein. Aber es zählt hier nicht unter persönlicher Kontakt.

Du musst dich schon leibhaftigen Menschen im realen Leben treffen.

Praktische Umsetzung

Jetzt sagst du dir vielleicht. »Fünf Gewohnheit! Das ist mir zu viel!« Kann ich verstehen, geht mir auch so. In Wirklichkeit hört sich aber nach sehr viel mehr an, als es dann in der praktischen Umsetzung ist.

Ganz oft ergibt sich mit einer »Tätigkeit« eine Kombination von mehreren Punkten. Wenn ich also meinen Micro-Urlaub im Café nehme, kann es sein, dass ich damit auch schon den Punkt »persönlicher Kontakt« habe und obendrauf den Punkt »Bewegung«, wenn ich den Weg zum Café als Spaziergang genieße.

Ein mal ins Café gegangen und damit drei Bereiche zusammengeführt. Für dich ist der Café -Besuch vielleicht eine Kombination aus Micro-Urlaub, Mediation und Bewegung. Verstehst du: es ist sehr individuell und vielschichtig für alle kombinierbar.

Drei aus Fünf

Für mich ist es gut, wenn ich um fünf Sachen weiß, die mir helfen, ich aber nicht alle unterbringen muss in einem Tag. Weil, nicht immer habe ich Lust auf Meditation oder auf Sport oder oder oder. Und da ich ja ein überzeugter Lusttäter bin und versuche hier sehr diszipliniert zu sein, habe ich meine 3er Regel erfunden. Drei von Fünf sind das Ziel. Drei Dinge von den Fünfen will ich jeden Tag schaffen!

So habe ich einen Spielraum, der es mir erleichtert dabei zu bleiben. Freilich sind auch alle Fünfe möglich, aber es muss eben nicht sein. Damit komme ich gut klar.

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass diese fünf Gewohnheiten meinen Tag glücklicher machen. Und ich finde, dass es relativ leicht ist, diese Bedürfnisse zu erfüllen und die Gewohnheiten in meine Alltag zu etablieren.

Einfach besser fühlen und glücklich sein? Ja, kümmere dich einfach um diese fünf Bedürfnisse. Mach das jeden Tag und lass dich dann überraschen, welche Auswirkungen das für dich hat.

Mach es einfach. Mach es jetzt.

Grüße

Michael Antoni

 

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