Haltung oder Haltung oder was?

von 12. Sep 2017

Letztens in einem Gespräch ist mir klar geworden, wie unterschiedlich wir mit dem Begriff Haltung umgehen. Für jeden bedeutet er etwas anders. Haltung oder Haltung, das ist hier die Frage. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich den Begriff der Haltung für zwei unterschiedliche Bedeutungen benutze.

Haltung oder Haltung – die Erste

Die »große Haltung«. Entspricht der Summer meiner Erfahrungen, meinen Glaubenssätze, Wahrheiten, Einstellungen zu einem bestimmten Thema.

Haltung oder Haltung – die Zweite

Die »kleine Haltung«. Entspricht meiner augenblicklichen inneren Sichtweise, die ich jetzt in dieses Augenblick zu einem Thema einnehme.

Beides sind Gedanken-Muster

Haltung Eins ist die Summe von chronischen Gedanken zum Thema. Haltung Zwei ist der akute Gedanke jetzt.

Die Haltung des Gelingens

Wenn ich hier von der Haltung des Gelingens rede (siehe Beitrag: Die Haltung des Gelingens), dann bezieht sich das so gut wie immer auf die »kleine Haltung« im Jetzt. Die Haltung, bevor ich aktiv werde. Der kurze Moment, bevor ich etwas mache.

Der kurze Augenblick, der mein Motiv für mein Verhalten beinhaltet ist enorm wichtig.

Kleiner Augenblick – riesige Wirkung

Dieses kleine »unscheinbare« Fenster ist für mich der spannende Moment, der für mich alles verändert. Nur darum geht es mir.

Wie kann ich wahrnehmen, mit welchem Motiv ich etwas mache? Wie kann ich bei Bedarf mein Motiv verändern?

Und da vereinfache ich alle Varianten zu den beiden entscheidenen Möglichkeiten: die Haltung des Scheiterns und die Haltung des Gelingens.

Und die zentrale Frage ist für mich: wie kann ich diese Haltung des Gelingens für den jetzigen Augenblick bekommen? (Im schon erwähnten Beitrag Die Haltung des Gelingens gehe ich ausführlich darauf ein.)

Denn meine Erfahrung ist: schenke ich dieser »akuten Haltung des Augenblicks« meine Aufmerksamkeit und verwandle sie in eine akute Haltung des Gelingens, dann verändert sich auf Dauer auch die große chronische Haltung.

Jetzt ist Jetzt

Verändert sich dann auch mein Verhalten? Manchmal. Verändern sich meine Erfahrungen? Ganz sicher. Aber am wichtigsten: verändert sich mein jetziger Augenblick? Absolut. Und gibt es etwas wichtigeres, als jetzt einen guten Augenblick zu haben? Für mich nicht!

Wie es mir jetzt geht, ist mir wichtiger, als die Frage, wie es mir morgen geht. Denn nach 48 Lebensjahren beginne ich zu ahnen: das Leben findet jetzt satt – und nicht morgen. Und mein jetzt Jetzt macht etwas mit dem Jetzt, das ich morgen haben werde. Also kümmere ich mich um mein jetzt Jetzt.

Wie komme ich also in die die Haltung des Gelingens – jetzt?

Was braucht es?

Braucht es da viel? Nein! Es braucht lediglich

  • die Bereitschaft, wahrzunehmen wie du dich jetzt fühlst.
  • und die Bereitschaft, dich jetzt einfach besser fühlen zu wollen (falls du dich nicht so gut fühlst).

Siehe auch: Zwei Dinge, die dein Leben verändern.

Das ist alles. Mehr braucht es nicht. Alles andere geht meist von allein.

Aber leichter geht es mit Begleitung. Warum? Weil du es dir viel komplizierter vorstellst, als es ist. Und weil es sehr erleichternd ist, wenn du immer wieder auf den einfachen offensichtlichen Weg hingewiesen wirst, während du nach der komplizierten Lösung suchst (aus Gewohnheit).

Willkommen in der Haltung des Gelingens!

Michael Antoni Unterschrift

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