Ich weiß nicht mehr, was ich will! Was kann ich tun?

von 28. Okt 2019

Es gibt Phasen im Leben, da sagst du: »Ich weiß nicht mehr, was ich will!« Und damit fühlt sich jeder schlecht. Im folgenden werde ich dir zeigen, was das Unwohlsein für mich bedeutet und welche wunderbaren Konsequenzen das hat.

Denn wenn du dich beim nächsten Mal wieder so fühlst, als ob du nicht wüsstest, was du willst, wird dir das, was wir gleich besprechen, helfen, viel schneller aus dieser misslichen Lage zu kommen.

Du wirst überrascht sein, wie schnell es dir mit Gewissheit wieder möglich ist ganz klar zu sagen: jetzt weiß ich wieder genau was ich will.

Lesezeit: 7-10 Minuten

Bild: ich

 

Kennst du den Zustand, in dem du nicht mehr weißt, was du willst? Ob es nun zu viele Alternativen gibt, oder ob es gar keine Alternative mehr gibt und du mit allem unzufrieden bist , was gerade ist – am Ende glaubst du, du wüsstest nicht, was du willst. Und damit fühlst du dich natürlich schlecht.

Ich jedenfalls kenne das auch.

Dein Organismus weiß immer, was du willst!

Nun ist es aber in meinem Verständnis so: du fühlst dich nicht schlecht, weil du nicht weißt, was du willst. Sondern: du fühlst dich schlecht, weil der Satz »Ich weiß nicht mehr, was ich will!« nicht stimmt.

Der Satz »Ich weiß nicht mehr, was ich will!« hinterläßt deswegen ein Unwohlsein in dir, weil er das Gegenteil von dem ausdrückt, wie es dein Organismus empfindet: denn dein Organismus weiß immer, was du willst.

Dein Organismus muss immer ganz genau wissen, was gewollt und gebraucht wird. Sonst könnte dich dein Organismus ja nicht selbst heilen. Irgendwo muss das Wissen ja sein, was für dich Gesundheit bedeutet. Siehe Artikel Homöopathie Lektion 3 –Selbstorganisation.

Wenn du jetzt aber denkst: »Ich weiß nicht mehr, was ich will!«, dann widersprichst du dieser inneren Gewissheit deines Organismus. Und genau dieser Widerspruch läßt dich schlecht fühlen.

„Nein, nein. Ich weiß doch wirklich nicht, was ich will?“

Nein, nein. Du weißt schon, was du willst. Du stellst im Augenblick jedoch die falschen Fragen. Du stellst Fragen, die sich auf eine sehr konkrete und detailreiche Ebene beziehen, so nach dem Motto »Was genau soll ich jetzt hier ganz konkret machen«.

Die Frage ist also sehr konkret.

Energetisch betrachtet ist es aber so: je konkreter die Ebene wird, desto höher wird die Energie, die jetzt fließen möchte.

Aber: ob die Energie auch frei fließen kann, hängt von deinem augenblicklichen Widerstand ab.

Ich weiß nicht mehr was ich will – der Ruf nach Wasser

Stell dir das so vor: Deine Frage ruft nach viel Wasser. Und dein Organismus liefert dieses Wasser. Ist dein Hahn aber zu weit zugedreht, kann dieses viele Wasser nicht hindurch. Also kommt es zu einem Stau – einem Energie-Stau. Siehe Artikel Homöopathie Lektion 1 – Lebenskraft.

Und diesen Energie-Stau nimmst du jetzt als Unwohlsein wahr.

Das bedeutet: auch wenn dir dein Organismus auf dieser konkreten Ebene die Antwort liefert (mehr Wasser), kannst du die konkrete Antwort im Augenblick nicht empfangen (Hahn zu weit zugedreht).

Jetzt stellt dir vor, was passiert, wenn du dir weiter diese konkreten Fragen stellst (und dir eben sagst, dass du nicht weißt, was du willst). Du rufst nach noch mehr Wasser, welches auch wieder von deinem Organismus geliefert wird, aber immer noch nicht fließen kann, weil dein Hahn immer noch zu ist. Der Druck wird also nur erhöht. Die Konsequenz: du fühlst dich noch schlechter.

Ich weiß nicht mehr, was ich will – was ist zu tun?

Du musst also einen Weg finden, wie du den Wasserhahn aufdrehst. Du musst den Widerstand reduzieren. Das bedeutet in die Gefühls-Sprache übersetzt: du musst dich entspannen und einfach besser fühlen.

Und eine Möglichkeit hierfür ist es, das passende homöopathische Mittel zu finden. Gut.

Aber eine andere Möglichkeit ist es, dir Fragen zu stellen, bei denen es für dich eine klare Antwort gibt.

Das ist viel einfacher als du denkst. Ganz einfache, auf eine allgemeine Ebene bezogene Fragen helfen dir dabei, dir wieder klar zu machen, dass du sehr wohl weißt, was du willst.

  • Magst du lieber Konfusion oder Klarheit?
    Ganz klar: Klarheit. Siehst du: du weißt, was du willst.
  • Magst du lieber Hass oder Liebe?
    Oh Liebe natürlich. Siehst du: du weißt, was du willst.
  • Magst du lieber Abhängigkeit oder Freiheit?
    Freiheit. Siehst du: du weißt, was du willst.

Du weißt sehr wohl, was du willst – immer. Du musst dir nur die »richtigen« Fragen stellen.

Der Vorteil dieser allgemeinen Fragen ist es, dass die Antworten mit ihren allgemeinen Gefühls-Zuständen für dich absolut sicher und wahr sind. Darüber gibt es keine zwei Meinungen.

  • Ich weiß, dass ich Liebe liebe!
  • Ich weiß, dass ich Freiheit viel besser finde, als Abhängigkeit!
  • Ich weiß das mir Leichtigkeit viel besser gefällt, als Schwermut!

Mit den Antworten wirst du dich sofort einfach besser fühlen. Garantiert.

»Aber Michael, du verstehst mich nicht! Mir ist schon klar, dass ich Liebe, Klarheit, Freude und Freiheit mag. Es ist ja auch nett, dass ich mich jetzt ein bisschen besser fühle. Aber trotzdem weiß ich immer noch nicht, wie es weiter gehen soll? Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll? Ich weiß nicht, wo es jetzt lang geht? Es nützt mir nichts, wenn ich weiß, dass ich Liebe generell gut finde, wenn ich jetzt nicht weiß, was ich konkret machen soll.«

Oh doch, es nützt dir wahnsinnig viel, wenn du weißt, dass du Liebe gut findest.

Erleichterung liefert dir Wissen

Denn was wird dann passieren? Diese Gewissheit reduziert deinen Widerstand (der Wasserhahn wird ein wenig aufgedreht). Der Druck läßt nach und das spürst du ja sofort über die Erleichterung. Du fühlst dich ja schon ein klein wenig besser.

Aber was bedeutet dieses »Einfach besser fühlen« jetzt: endlich kann dieses Mehr an Energie fließen. Die Antworten, nach denen du gerufen hast, können jetzt langsam durch den offenen Hahn fließen. Und damit kommt bei dir auch das bisher scheinbar »fehlende« Wissen an.

Nach einer gewissen Zeit (eher kürzer als länger) tauchen dann immer konkretere Antworten für deine konkreten Fragen auf, für die du vor kurzem scheinbar noch keine Antwort hattest.

Ist das nicht cool!

Zurück an die Basis

Erinnere dich: alles, was du willst, willst du immer nur, weil du eine Verbesserung des Gefühls damit verbindest. Hinter jeder konkreten Frage steckt die Hoffnung, dass die Antwort zu einer Verbesserung deiner augenblicklichen Lebenssituation führt. Und das bedeutet ganz banal: dass du dich einfach besser fühlst. Hinter jedem Wunsch steckt immer ein besseres Gefühl, welches du fühlen willst.

Hast du also einen ganz spezifischen Wunsch oder eine klar umrissene Frage, dann willst du damit ein ganz spezifisches Gefühl in einer besonderen Intensität erleben.

Aber jedes noch so individuelle und einzigartige Erleben mit seinem besonderen Gefühl in Intensität und Art ist immer »nur« eine Variante der allgemeinen »Basis-Gefühle« wie Liebe, Freiheit, Freude, Begeisterung, Lust etc. Verstehst du: alles, was wir wollen, ist immer eine individuelle Spielart dieser Basis-Gefühle.

In dem du dich also daran erinnerst, dass du diese Basis-Gefühle gut findest, verbindest du dich auch mit der Basis deiner konkreten, spezifischen Wünsche. Auch wenn du das Konkrete des Wunsches nicht spüren kannst (»Ich weiß immer noch nicht, was ich genau will?«) bist du jetzt aber mit der Basis des Wunsches verbunden (»Ich weiß, dass ich Liebe will!«).

Und das ist so wertvoll. Denn diese Verbindung macht es jetzt möglich, dass das Wissen von der allgemeinen Basis an die spezifische Oberfläche fließen kann. Und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis du dann wieder ganz konkret weißt, wie du diese Basis im speziellen ausdrücken und erleben möchtest. »Jetzt weiß ich ganz genau, was ich konkret will!«

Mach dir also klar, was du schon sicher weißt. Und so wirst du schnell neue Ideen bekommen, was du noch so alles in deinem Leben wissen willst.

Ein übergeordnetes Prinzip

Das ist ein Prinzip, welches wir eigentlich ganz automatisch anwenden, wenn es uns einigermaßen gut geht. Es ist so universell, dass wir da gar nicht nachdenken. Und es gibt viele »Übungen und Techniken«, die auf diesem Prinzip beruhen.

Dankbarkeit-und Wertschätzung-Übungen

Wenn du dich daran erinnerst, für was du dankbar bist, dann machst du dir eben auch klar, was du weißt.

Du denkst dann nicht an all die Dinge, für die du gerne mal dankbar sein möchtest, wenn du sie endlich hättest. Sondern du denkst an die Dinge, für die du jetzt dankbar bist, weil du sie jetzt hast.

Auch hier machst du also einen Schritt »zurück« und betrachtest, was du schon kennst und für das du dankbar sein kannst. Du stellst dir hier die richtig dosierten Fragen, bei denen du sicher sein kannst, dass du die passenden Antworten auch kennst und es dir leicht fällt, dankbar zu sein.

Deswegen macht es so viel mit dir, wenn du ein kleines Dankbarkeit-Tagebuch führst, in das du jeden Tag drei Dinge aufschreibst, für die du dankbar bist.

Das Geheimnis einer guten Partnerschaft

Ich weiß nicht, ob du die süddeutsche Redewendung kennst, wenn es um das Geheimnis eine guten Partnerschaft geht: »Das Gute preisen und auf das Schlechte scheißen!«

Wieder das gleiche Prinzip: wenn es schwierig wird und du nicht weißt, was du willst, dann suchst du nach dem, was du sicher an deinem Partner liebst. »Das gute Preisen« bedeutet dann oft: einen Schritt zurück gehen, raus aus der konkreten verfahrenen Situation (in der du nur weißt, was du nicht willst), um dann wieder allgemeiner zu werden und dir darüber klar zu machen, was du sicher weißt, was du lieben und wertschätzen kannst.

Immer das gleiche Prinzip: du erinnerst dich wieder an die Basis deiner Liebe, in dem du wertschätzt, was du allgemein magst und damit ignorierst du eben, was dich gerade konkret nervt. Auch hier stellst du dir also die richtigen Fragen, auf die du sicher eine positive Antwort weißt.

Der intuitive Schritt zurück

Wenn es gut für uns läuft, wenden wir dieses Prinzip intuitiv bei so vielen Situationen an, ohne dass wir uns darüber klar sind, was wir eigentlich machen.

Mach das Intuitive absichtlich.

Mein Vorschlag ist also nur: mache, das, was du eh sehr oft tust, ohne genau zu wissen, was du da tust, absichtlich.

Wenn du also mal wieder sagst: »Ich weiß nicht mehr, was ich will«, dann stelle dir allgemeingehaltene, einfache Fragen, auf die du mit Sicherheit die richtigen Antworten weißt.

Damit machst du dir klar, dass du weißt, was du willst. Damit bist du nicht mehr im Widerspruch zu deinem Organismus. Damit nimmst du den Druck heraus. Damit erfährst du Erleichterung. Und damit öffnest du dich dem konkreten Wissen, das dir sehr konkret zeigt, was du auf einer sehr konkreten Ebene willst.

Einfach besser fühlen und glücklich sein, wenn du scheinbar nicht weißt, was du willst?Ja, höre einfach auf, dir die falschen Fragen zu stellen, auf die du gerade keine Antwort hast und fange an dir die Fragen zu stellen, auf die du ganz sicher eine befriedigende Antwort hast. Und du wirst sehen, wie schnell du wieder weißt was du willst – auch ganz konkret.

Mach es einfach. Mach es jetzt.

Michael Antoni

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