Freude finden am Machen.

von | 12. Mrz 2019

Die wichtigste Veränderung in meinem Leben war der Moment, in dem ich die Freude zum Orientierungspunkt in meinem Alltag gemacht habe. Die Lust und die Freude finden – vor allem im kleinen Alltagseinmaleins – veränderte alles. Vielleicht auch für dich!

Der Artikel fordert dich auf, erst dann etwas zu machen, wenn die Lust da ist. Aber manchmal ist die Lust und Freude nicht zu finden. Was tun? Den Weg gehen, den die Meisten gehen und dein Heil in der Überwindung suchen. Dich also überwinden und es trotzdem machen, obwohl du keine Lust hast? Nein. Besser nicht.

Im Artikel erkläre ich dir, warum ich den grundsätzlichen Ansatz der Überwindung und den Kampf gegen dich und deine Schweinehund ungünstig finde und wie mein Ansatz »Die Lust und Freude finden im Machen« nicht nur deinen Alltag verändert, sondern auch die »größeren Wünsche«: die unerwünschten Gewohnheiten, die du verändert haben willst, die guten Vorsätze, die erreicht werden wollen. Alles wird leichter, wenn die Lust und die Freude dein Orientierungspunkt wird.

Lesezeit: 13 bis 17 Minuten

Bild: Ich

Die Bürde das Alltags – oder keine Lust mehr am Freude finden.

 

Machen, machen, machen: Dinge erledigen, Pflichten nachkommen, To-Do-Listen abarbeiten. Der Alltag besteht für uns alle meist aus vielen Tätigkeiten, bei denen wir gar nicht überlegen, ob wir sie eigentlich machen wollen. Wir machen sie eben einfach. Warum? Weil wir müssen.

Und da wir müssen, fragen wir uns gar nicht, ob wir auch wollen. Und da wir uns nicht fragen, ob wir wollen, kommt uns gar nicht in den Sinn, ob wir die Dinge, die wir lustlos machen, auch mit mehr Lust und Freude machen könnten?

Wir machen sie eben – oder eben auch nicht und fühlen uns dann schlecht und schuldig. Und die diagnostische Selbsteinschätzung ist schnell gestellt: Prokrastination, Faulheit, Schlendrian, Willensschwäche, Undiszipliniertheit.

«War ja schon immer so! So bin ich eben – schwach und undiszipliniert!« Fertig! Wahrheit ausgesprochen.

Was bleibt? Nur der reuige Versuch, den Überwindungskampf beim nächsten Mal mit größerer Anstrengung zu gewinnen, um ihn dann beim übernächsten oder überübernächsten Mal wieder zu verlieren und sich in der lästigen Wahrheit bestätigt zu fühlen.

Machen wir uns Gedanken darüber? Nein, eher nicht. So ist es eben. Fertig. Bei all diesen Alltagspflichten nehmen wir es einfach so unreflektiert hin und versuchen es oft gar nicht mir dem Freude finden.

Neue Gewohnheiten entwickeln – wie die meisten es angehen.

Ganz anders ist das bei den »Großen Dingen«, die wir gerne verändern möchten. Du weißt schon: die lästigen Gewohnheiten und ungesunden Muster, die wir loswerden wollen, um die großen Ziele zu erreichen, die wir uns für unser Leben (oder für dieses Jahr) vorgenommen haben?

Besser und gesünder Essen. Abnehmen. Mehr Bewegung. Sport machen. Meditieren. Tagebuch schreiben. Einer guten Morgen-Routine folgen. Mehr Ausgehen. Blumen verschenken. Mehr dies und weniger das und vieles, vieles mehr. Du weißt, was ich meine.

Hier machen wir uns deutlich mehr Gedanken. Warum? Zum einen, weil wir feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, unschöne Gewohnheiten abzulegen und neue erstrebenswerte Gewohnheiten zu etablieren. Der Druck läßt einen Nachdenk-Bedarf entstehen.

Zum andern glauben wir auch daran, dass wir das theoretisch verändern können. Im Gegensatz zu den Alltagspflichten glauben wir hier, dass es anders sein könnte. Und natürlich wollen wir das.

Nachdenk-Bedarf plus Hoffnung ist gleich: ernsthaft darüber nachdenken.

 

Motivation zur Überwindung – das Gegenteil von Freude finden!

Und die Antwort auf alle erstrebenswerten Veränderungen, die wir nicht schaffen, erscheint in der Kunst der Motivation. Das Allheilmittel ist es, zu lernen, sich irgendwie selbst zu überreden, sich zu überwinden – genau wie im Alltag – und die Dinge zu machen oder zu lassen, auch wenn wir keine Lust und Freude daran haben.

Die Ausgangsidee ist die der berühmten zehntausend Wiederholungen. Einfach zehntausend oder wieviel Mal auch immer machen, dann wird daraus eine Gewohnheit – hoffentlich.

Und so stählen wir uns in der Fähigkeit, uns zu überwinden, in der Hoffnung, dass es irgendwann nicht mehr notwendig ist, weil daraus eine Gewohnheit geworden ist.

Dieses »Stählen und Abhärten« ist zu einer ganz eigenen Lebensphilosophie geworden, die ganz freundlich klingend so unter dem Motte »Raus aus der Komfortzone« angesiedelt ist.

Hier werden uns jetzt genug Wege und Möglichkeiten, Tricks und Kniffe angeboten, die uns helfen sollen, so lange durchzuhalten, bis es das erstrebte Muster endlich zu einer Gewohnheit geschafft hat.

Klappt das? Ja, für mache scheint das zu klappen. Aber für viele, wenn nicht für die Meisten, funktioniert das eher nicht.

 

Das Problem mit »Raus aus der Komfortzone« – es fehlt die Freude

Wenn du zehntausend Mal etwas machst, was dir nicht gefällt, dann bildet sich da gar nichts – außer das selbstdestruktive Muster, dich ständig selbst in deiner Würde zu verletzen und deine Bedürfnisse mit deinen eigenen Füßen zu treten.

Du gehst davon aus, dass du nicht dazu lernen willst

Tatsächlich gehst du in eine innere Haltung, in der du glaubst, dass du gezwungen werden musst, damit du Neues erlernst. Und dabei ignorierst du völlig, dass es in deiner Natur liegt, dich ständig zu entwickeln, zu wachsen und Neues dazuzulernen. So bist du. So war es schon immer.

Du hast nur immer mehr zugelassen, dass andere bestimmen, was du lernen sollst. Deine Neugierde schon mit Sechs in Rente zu schicken, um all das Langweilige erlernen zu können, was dir Andere vor die Nase halten, schien vielleicht der einzige Weg.

Und so hast darüber – glücklicherweise – die Lust am Lernen verloren, und glaubst jetzt fälschlicherweise du hättest keine Lust am Lernen. Und noch schlimmer: es sei normal. Deshalb musst du dich zwingen. Und schlimmer noch: deshalb musst du auch andere zwingen.

Du machst dich zum Feind.

Bei alledem läuft es auf Eines hinaus: du machst dich selbst zum Feind und gerätst in einen Krieg gegen dich selbst. Bei diesem Überwindungskampf kann es keine Sieger geben. So wie es in keinem Krieg auf der Welt jemals eine Sieger gegeben hat. Krieg hinterläßt nur Verlierer. Siehe Artikel »Schuld und Sühne – die Bürde des Alkohols«.

Auch wenn du vielleicht die meisten Schlachten gegen dich selbst gewinnst, weil du ein willensstarker Mensch bist, verlierst du am Ende, weil du dich in all den Jahren zum Feind gemacht hast. Der größte Sieg, ist eben nicht der über dich selbst.

Und wahrscheinlich ist, dass du eben nicht alle Schlachten gewinnst. Die wichtigsten Schlachten wirst du am Ende doch verlieren und feststellen, wie du nach einer gewissen Zeit in alte ungesunde Gewohnheiten zurückfällst.

Die Haltung des Scheiterns führt am Ende immer zum Scheitern. (Was nicht schlimm ist, weil du dann umso mehr weißt, wie wichtig dir das Gelingen ist!)

Was fehlt? Verbünde dich mit dir. Mache dich zur besten Freundin und zum besten Freund. Finde wieder die Freude und die Lust am Machen.

 

Die Freude und die Lust am Machen läßt dich Wachsen

Die Erkenntnis ist ja nicht neu: damit sich in deinem Gehirn neue Muster herausbilden und verschalten, braucht es Freude und Spaß, welche die entsprechenden Hormone ausschütten, die nötig sind, damit die Nerven wachsen, sich vernetzen und verschalten können. Damit dein Gehirn wächst, musst du Freude finden.

Du kannst nicht Gewohnheiten ablegen, die aus einer bestimmten Haltung entsprungen sind, mit Herangehensweisen, welche die gleich innere Haltung haben, aus der heraus die unschönen Gewohnheiten entstanden sind.

Du-musst-du-musst-du-musst ist nicht die Lösung auf die Probleme, die aus du-musst-du-musst-du-musst entstanden sind.

Wenn das anders wäre, dann müsste ja dein Alltag – du weißt schon, der Lebensbereich, in dem du super schnell zu diesen zehntausend Wiederholungen kommst – voll sein mit Gewohnheiten, die dir leicht und locker, heiter und lässig von der Hand gehen.

Wenn das bei dir so ist, dann Gratulation. Dann hast du die Freude und die Lust am machen schon längst zu deinem wichtigsten Begleiter gemacht und Freude finden dein Motto. Aber wenn dem nicht so ist, dann ist es für dich an der Zeit, die Freude und die Lust am Machen zu deinem wichtigsten Orientierungspunkt zu machen.

Meine Alternative – Freude finden

Und genau das ist es, was ich dir vorschlagen will: mache die Freude und die Lust am Machen zu deinem wichtigsten Orientierungspunkt in deinem Alltag.

Und trenne deinen Alltag nicht von deinen großen Zielen. Verbinde beides.

Kleiner Alltag und große Ziel gehören zusammen

Der kleine Alltag ist Teil des Weges, welcher dich zu deinen großen Zielen führt. Das bedeutet: du kannst dich nicht auf dem Weg destruktiv verhalten (dich in deinem Alltag ständig überwinden) und damit an einem für dich freudig-förderlichen Ziel ankommen. Das geht nicht.

Im Artikel »Die Kleinigkeiten im Gefühls-Alltag, die du ignorierst« habe ich schon versucht, die große Bedeutung der kleinen Alltagsaufgaben herauszustellen. Kleiner Alltag und große Ziele – beides gehört zusammen. Und das ist eine gute Nachricht.

Warum ist das eine gute Nachricht? Weil du damit im Kleinen anfangen kannst, um das Große zu erreichen. Kümmere dich als erstes um das Wohlgefühl in den Alltagsaufgaben und erst dann um die großen Ziele, die du mit dem Erreichen mit einem Wohlgefühl verbindest 

»Warum ist das gut? An dem Gefühl im Alltag kann ich doch nichts ändern!«

Falsch. Daran kannst du am Leichtesten etwas ändern. Es ist viel leichter im Alltagsprozess kleine positive Veränderungen zu erlangen, als bei deinen großen Vorsätzen schlechte Gewohnheiten in gute zu verwandeln.

Und in der Summe sind die kleinen positiven Alltagsveränderungen die solide Basis, auf der es leichter wird, die großen Vorsätze zu erreichen. Und das alles mit Freude und Lust.

Die Lust und Freude finden am Machen!

Wie kann es anders sein? Ganz einfach.

Wenn du spürst, du müsstest was machen, hast aber keine Lust, dann mache folgendes: halte kurz inne und spüre nach, ob es nicht eine Möglichkeit geben könnte, wie du Lust finden kannst. Oft ist das nämlich möglich. Und dann kannst du es machen mit Lust.

Wenn du aber kein Möglichkeit findest, dann machst du es auch nicht.

Nochmal ernsthaft: wenn du keine Lust findest, dann erledigst du es auch nicht! Das ist ganz wichtig. Aber es ist auch ganz wichtig, dich wirklich zu fragen, ob es eine Möglichkeit gibt, die Aufgabe mit mehr Lust und Freude zu erledigen.

Das bedeutet eben, dass du dich wirklich dafür entscheidest, mit der Lust zu gehen, und dich auch wirklich bemühst sie zu suchen, auch in Bereichen, wo du sie bisher nicht vermutet hast.

Freude finden und die Sorgen

Natürlich werden sofort unzählige, scheinbar vernünftige, sorgenvollen Argumente auftauchen, die alle mehr oder weniger in der Aussage münden: »Dann mach ich ja gar nichts, wenn ich mich nicht zwinge.«

Erstens: Da kannst du sehen, wie weit es schon gekommen ist. Alles Machen mit Lust ist dahin. Ist das nicht traurig?

Zweitens: Das stimmt so nicht. Wenn du den Ansatz wirklich verfolgst, wirst du bemerken, dass du überraschender Weise oft Lust findest. Dinge, die erledigt werden müssen, kannst du immer öfter erledigen mit mehr Lust und Freude als gedacht.

Freude finden und die Folgen

Jetzt verändert sich vieles. Denn du bemerkst, wie du immer mehr Lust bekommst Dinge zu machen. Die schönen Dinge, bei denen es dir leicht fällt, Lust zu finden werden immer mehr. Und die schwierigeren Dinge, bei denen es dir nicht so leicht fällt, immer wieder Lust zu finden, werden leichter.

Und nach einer gewissen Zeit etabliert sich ein Muster, bei dem du ganz automatisch die Dinge so arrangierst, dass dir das Machen Lust bereitet, ohne dass du großartig darüber nachdenkst.

Was ist passiert? Jetzt ist es zu einer lustvollen Gewohnheit geworden. Das bedeutet in den meisten Fällen: du hast eine ungesunde Gewohnheit verwandelt in ein erwünschte Gewohnheit.

Freude finden und die Schwierigkeiten

Das wirklich Schwierige an meinem Vorschlag ist es,

  1. das reaktive Muster vom egal-wie-einfach-Machen zu unterbrechen.
    Du musst dir diese Millisekunde erarbeiten, die es dir erst erlaubt, dir diese Frage zu stellen und dich auf die Suche nach mehr Lust und Spaß zu begeben.
  2. den Mut zu finden, es auch wirklich zu machen.
    Dich darauf einzulassen, kurz inne zu halten und ein bisschen mehr Lust und Freude zu suchen. Und wenn du sie beim besten Willen nicht finden kannst, dann eben auch nichts zu machen.

Du kannst dich nicht mehr verstecken

Und das ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Denn das beutet, dass du grundsätzlich mehr Achtsamkeit für deine Bedürfnisse aufbringen musst, was für viele schon schwer ist.

Und es bedeutet oft:

  • jetzt musst du dich anderen zumuten mit deinen Bedürfnissen.
  • Du kannst dich nicht mehr su gut hinter deiner sozialen Verantwortung verstecken mit all dem, was du willst.
  • Du kommst deiner soziale Verantwortung nicht mehr so schnell nach (was die andern nich so gut finden, weil ihr Wohlgefühl davon abhängt).
  • Du musst also leben mit der Enttäuschung der andern.

Du bringst dein Umfeld in den Entzug

Dir wird dann Egoismus vorgeworfen, orale kleinkindliche Lustbefriedigung, Unverantwortlichkeit, und vieles mehr. Die anderen erleben plötzlich ihre eigene massive Abhängigkeit von deinem pflichtbewussten Dienstleister-Dasein, wenn du sie ungefragt in den Entzug bringst. Und damit musst du klar kommen.

Ich habe schon wortwörtliche Drogen-Entzüge miterlebt und weiß wie verletzend die Äußerungen derjenigen seinen können, die durch die Hölle gehen. Stark sein bedeutet: es aushalten und es nicht persönlich nehmen. Denn es hat absolut nichts mir dir zu tun, sondern drückt einfach nur das Drama aus, in dem sich die süchtige Person befindet.

Und das gilt eben auch für die, die dir jetzt Unverantwortlichkeit und Egoismus vorwerfen, weil du den Abwasch nicht gemacht hast, oder die Wäsche sich stapelt, oder oder oder. Bedenke: wir reden hier von Kleinigkeiten. Nehme es nicht persönlich, halte es aus und machen es dann, wenn du einen Weg oder einen Moment mit mehr Lust und Freude gefunden hast.

Was wird wirklich geschehen?

Wenn du dich also wirklich daran hältst, dich fragst, wie du das hier jetzt mir mehr Lust und Freude machen kannst, dann wirst du ziemlich überraschend feststellen, dass du tatsächlich Möglichkeiten findest, wie du die kleine, aber bisher noch lästige Aufgabe mit mehr Lust und Freude erledigen kannst. Es geht nicht darum, ekstatisch dabei zu sein, sondern es mit mehr Freude zu erledigen, als bisher. Und dies Mehr ist relativ und bedeutet für dich etwas anders als für mich.

Es ist vielleicht für dich leichter, den Abwasch mit beschwingter Musik zu machen. Du musst dir nur die Zeit nehmen, daran zu denken und dann eben Musik auszuwählen. (Siehe WoW #7 Stimmungsplaylist). Machst du es mit beschwingter Musik, hast du höchstwahrscheinlich nach dem Abwasch gute Laune – und das nicht nur, weil er erledigt ist. Musik ist für mich persönlich ein wichtiger und mächtiger Lustfaktor beim Erledigen von vielen Alltagsaufgaben.

Für die allermeisten Alltagspflichten wird es erstaunlich leichte Möglichkeiten geben, sie mit mehr Lust und Laune zu erledigen, als du es bisher getan hast. Deshalb werden die allermeisten Alltagspflichten eben trotzdem erledigt. Nur jetzt mir mehr Freude und Lust.

Und bei den wenigen Aufgaben, die du nicht machst, weil du in diesem Augenblick beim besten Willen keinen Weg finden kannst, wird sich ein Weg finden nach einer gewissen Zeit. Das wird bei den meisten ein paar Minuten oder Stunden sein. Und bei manchen wenigen auch mehrere Tage. 

Der Umgang mit Abgabeterminen

Was machst du mit den »Abgabe-Terminen«? Bei all den Aufgaben, die kein Verschieben erlauben, weil sie jetzt erlegt sein müssen, musst du sie eben machen.

Und trotzdem hast du auch hier immer die Wahl, wie du sie jetzt machen willst. Du kannst es dir so angenehm wie möglich machen. Du kannst dafür sorgen, dass du es tapfer hinbekommst und es nicht als Opfer erledigst, sondern das Beste daraus machst.

Dann ist die Aufgabe erledigt – da hattest du scheinbar keine Wahl – aber du hast sie mit Würde auf deine Art erledigt mit mehr Lust und Freude, als bisher – und hier hast du immer eine Wahl. Auch wenn das Mehr nur sehr gering ist, drückt dieses kleine Mehr etwas sehr Großes aus: du nimmst dich wichtig und behandelst dich mit Würde. Und das ist viel, viel wichtiger, als jede noch so wichtige, erledigte Aufgabe.

Freude finden und die Auswirkung auf die goßen Ziele

Das hat Auswirkungen auf die großen Ziele. Das, was du da im Kleinen lernst, läßt dich bei den großen Zielen nicht so schnell in die attraktive und von allen propagierte Überwindungsfalle tappen.

Du wirst auch bei größeren Veränderungswünschen automatisch nach Lust und Freude Ausschau halten und überlegen, wie du die großen Ziele mit Spaß erreichen kannst und nicht im Kampf gegen dich selbst und deinem inneren Schweinehund.

Meine persönliche Erfahrung

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich seit 5 jähren regelmäßig Sport mache und meine »Gewicht« einigermaßen halte, hat nur damit zu tun, dass ich nur dann Sport mache, wenn ich Lust darauf habe und nur dann »gesünder« esse, wenn ich Lust darauf habe. Und erstaunlicher Weise habe ich recht häufig Lust.

Habe ich immer Lust darauf? Nein. Nicht immer. Öfter auch mal länger nicht. Meist in der Winterzeit. Überwinde ich mich dann? Nein. Ich mache so lange nichts, bis ich wieder Lust bekommen. 

Mache ich wirklich gar nichts? Nein, ich »mache« nach einer gewissen Zeit schon etwas. Ich mache mich an die »Arbeit« Lust zu entwickeln. Die Lust baut sich dann sanft und langsam auf, wird immer mehr und irgendwann findet sie im Machen ihren Ausdruck. Im Artikel »Die Haltung des Gelingens« kannst du nachlesen, wie das geht.

Ich weiß hier genau wovon ich rede. Weil ich es genau so mache, wie hier im Artikel beschrieben. Ich kenne alle Ängst, Panikanfälle und Schweißausbrüche. Ich kenne alle Argumente, die scheinbar dagegen sprechen. Ich habe sie im Außen gehört und ich habe sie mir selbst an Kopf geworfen. Ich kenne den Weg.

Hole dir deine Würde zurück

Ich weiß, dass er sich lohnt. Nicht nur, weil der Alltag besser wird, oder weil sich manche unschöne Gewohnheit in eine schöne verwandeln läßt. Das ist ein schöner Nebeneffekt.

Das Größte und Allerwichtigste dabei ist: damit findest du wieder zurück zu deiner natürlichen Lust und Freude am Wachstum und damit zurück zu deiner Würde.

Dir wird klar, dass du dich immer entwickeln und über dich hinauswachsen willst – immer. Du realisierst, dass das dein ganz natürlicher Drang ist, der dir Freude und Ekstase schenkt.

Du verstehst, dass du keine Peitschenhiebe und Motivations-Ansprachen dafür brauchst, weil es dein natürliches Wesen ist, es einfach so zu wollen.

Und wenn du das begreift, dann fängst du an, wieder würdevoll mit dir umzugehen. Du bekommst deine Würde zurück. Nicht von anderen. Die Anderen können dir deine Würde nicht geben. Du musst sie dir schon selbst geben. Und das fängt damit an, dich wieder als ein Wesen zu verstehen, dass sich natürlicherweise entwickeln will und wachsen – einfach so. Und einzig darum geht es.

Behandle dich im Alltag mit Würde.

Mach es einfach. Mach es jetzt. Einfach besser fühlen vor allem beim Erledigen von Pflichten. Finde die Lust und die Freude am Machen. 

Freudig emsigste Grüße

Michael Antoni Unterschrift

 

 

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