Momentum

von 26. Dez 2017

Der Unterschied zwischen einem Gedanken, der sich manifestiert und einem Gedanken, der sich nicht manifestiert liegt im Momentum – der Schwungkraft.

Momentum – die Attraktivität der Ähnlichkeit

Je länger ein Gedanke aktiv ist, desto mehr ähnliche Gedanken gesellen sich dazu und bauen eine Schwungkraft auf – das Momentum. Das Momentum bestimmt, welche Art von ähnlichen Gedanken hinzukommen.

  • Geht das Momentum in die erwünschte Richtung, dann kommen immer mehr ähnliche erwünschte Gedanken hinzu.
  • Marschiert das Momentum in die unerwünschte Richtung, dann kommen immer mehr ähnlich unerwünschte Gedanken hinzu.

Je mehr Gedanken sich hinzugesellen, desto größer wird das Momentum. Solange, bis sich der Gedanke manifestiert – ob nun erwünscht oder unerwünscht. (Siehe auch Beitrag »Gedankenspirale, Momentum – Gas & Bremse«).

Bis zu Manifestation ist dieser Gedanke nur über unseren Gefühls-Sinn wahrnehmbar. Die Zunahme des Momentums geht mit der Zunahme des Gefühls einher und ist für uns jederzeit wahrnehmbar. Großes Momentum, große Gefühlsintensität, Manifestation. Und nach der Manifestation können die anderen fünf Sinne auch mitspielen.

Die größte Schwungkraft, also das größte Momentum pulsiert in einem manifestieren Gedanken.

Auf der einen Seite: das Erwünschte

Gut zu wissen, denn auf der einen Seite willst du ja möglicherweise, dass sich ein bestimmter Gedanke manifestiert. Also gib ihm mehr Momentum (hoffentlich ist es ein erwünschter Gedanke).

Wie machst du das? Finde es heraus! Es gibt genug Beiträge auf dem Blog, die dir dabei helfen wie zum Beispiel »Gedankenspirale, Momentum – Gas & Bremse« oder »Erste Hilfe Maßnahmen für das kleine Gefühls-Einmaleins im Alltag« oder »Wenn sich Wünsche nicht erfüllen – das Seilziehen-Phänomen!«.

Wann bemerkst du, das der Gedanken mehr Energie bekommt? Daran, dass sich das Gefühl intensiviert, welches du zum Gedanken hast. Das Gefühl wird größer und intensiver und deutlicher.

Auf der anderen Seite: das Unerwünschte

Auf der anderen Seite willst du vielleicht etwas anders Erleben, als das, was du gerade erlebst. Und jetzt wird es – na ja – tückisch. Da das, was du jetzt erlebst, ein großes Momentum hat, läßt du dich von dieser Bewegungsrichtung mitreißen und du »denkst« das weiter (siehe Beitrag »Der Umgang mit Unerwünschtem«).

Dein Fokus liebt das Momentum

Dein Fokus liebt Energie und er richtet sich am liebst auf was, was richtig viel Energie hat. Deshalb geht er ja so gerne mit den fünf Sinnen mit und beschäftigt sich so leicht mit dem, was du sehen, hören, riechen, schmecken und betasten kannst.

Dabei wählt er nicht aus, ob die Energie erwünscht oder unerwünscht ist. Das wäre deine Aufgabe. Aber da du meist keine Kontrolle über deinen Fokus hast, bist du ein passiv-reagierender Schöpfer deiner Realität, der dem Fokus erlaubt, sich die meiste Zeit auf das zu richten, was eh schon manifestiert ist – ob erwünscht oder nicht.

Und damit erschaffst du immer nur das, was du oder jemand anders schon erschaffen hat. Da bist du wahrscheinlich nicht anders, wie ich und die vielen anderen.

Das fühlt sich auf der einen Seite gut an, weil dadurch Kontinuität entsteht und »Sicherheit«, da alles so bleibt wie es ist. Auf der anderen Seite ist es ziemlich bescheuert für den Fall, dass du vielleicht etwas neues Erleben möchtest. Gerade dann, wenn deine Lebenssituation unerwünscht ist (siehe Beitrag »Das Wiederkäuer-Muster«) wäre eine Veränderung schon erfreulich.

Schöpfer deiner Realität?

Willst du der Schöpfer deiner Realität sein oder der Wiederkäuer deiner Realität? Mal so und mal so nehme ich an. Also ich kann machmal nicht genug von meiner Realität bekommen – dann, wenn sie sehr schön ist. Dann kaue ich das immer wieder durch und immer wieder. Es ist herrlich.

Aber in den Momenten, in denen meine Realität nicht so erfreulich ist, da wäre eine frische, neue und vor allem erwünschte Realität schon erstrebenswert.

Und hier muss ich jetzt meinen Fokus disziplinieren. Ich darf nicht zulassen, dass mein Fokus bestimmt wird von dem Momentum, dass die manifestierte Realität besitzt. Denn dann erschaffe ich das Unerwünschte von neuem – mit anderen Worten: der Scheiß bleibt unverändert. Ich mag mich irren – aber vermutlich gilt das für dich auch.

Setz dich hinters Steuer

Wir müssen uns hinter das Lenkrad setzten und unseren Fokus steuern lernen. Wir müssen anfangen, unsere Gefühle frühzeitig wahrzunehmen (meist muss das wieder erlernt werden.) Denn nur sie zeigen uns an, in welche Richtung unser Fokus los galoppiert (siehe Beitrag »Ignorierst du dein Gefühle, bist du verloren«).

Über die Gefühlswahrnehmung und über die bewusste Steuerung und Intensivierung des Momentum nehme ich mich dann als bewussten Schöpfer einer neuen Realität wahr. Und das – ja das ist zumindest für mich das Größte. Der Prozeß ist das Berauschende – die Manifestation ist dann eher das Sahnehäubchen.

Alles neu

Also: vielleicht wäre es hilfreich für dich, mit dem Momentum spielen zu lernen. Lerne es spüren, lerne Tempo aufzunehmen (wenn es in die Erwünschte Richtung geht), lerne es auszubremsen (wenn es in die unerwünschte Richtung geht) und lerne es immer wieder neu zu starten. Immer wieder neu.

Wie schon so oft erwähnt, es gibt nur ein Richtung: mehr. Und das immer wieder neu.

Du kannst jeden Augenblick eine neues Momentum starten und im Schwung verleihen. So lange, bis es sich manifestiert.

Ein neuer Anfang. Ein neuer Gedanke. Ein neues Momentum. Eine neue Realität. Das könnte ein tolles neues Jahr werden.

Michael Antoni Unterschrift

2 Kommentare

  1. Cordula

    Hallo, ich sehe, du übersetzt Abraham Hicks. Macht aber nichts, denn der deutschsprachige Raum braucht die Infos über geistige Gesetze definitiv. LG Cordula

    Antworten
    • Michael

      Liebe Cordula,
      das ist absolut so! Siehe auch ÜBER MICH. Also ich übersetze jetzt hier keine Texte oder so was, sondern schreibe einfach meine Gedanken und Erfahrungen auf. Aber da Abraham-Hicks seit 10 Jahren meine wichtigsten Lehrer sind, bin ich im »Wording« schon sehr geprägt – zweifellos.

      Über gewisse Lebensereignisse, die vielen Jahre mit Astrologie und der Homöopathie sind in mir zaghafte Vermutungen entstanden, die ich aber nicht klären konnte. Abraham-Hicks haben aus diesen Vermutungen Gewissheit gemacht und mir die Antworten gegen, nach denen ich gesucht hatte – und noch viel mehr. Alles hat sich seit dem verändert. Großartig. Für mich die besten Lehrer.

      Dass du sie hier im Geschrieben erkennst freut mich riesig. Geil!
      Danke für deinen für mich so wertvollen Kommentar. Ein großartiges nachträgliches Weihnachtsgeschenk.

      Herzlichen Dank Michael

      Antworten

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