Naivität stärkt deine Intuition

von 14. Mrz 2018

Die anderen bezeichnen mich als naiv, da ich mir keine Gedanken darüber mache, was alles schief laufen könnte. Aber ich will Ausschau halten nach Freude, Liebe und Spaß und nicht nach Gefahr. Bin wirklich naiv? Was bedeutet den Naivität?«

Naivität ist das Gegenteil von normal

Für mich ist Naivität das Gegenteil von normal. Und was ist für die meisten normal? Die meisten Menschen benutzen naiv, wenn sie glauben, dass du nicht genug das Pro und das Contra abwägst. Wenn du nicht genug abwechselst zwischen Glauben und Zweifeln. Also wenn du nicht genug hin und her schwenkst mit deinem Fokus zwischen Erwünschten und Unerwünschten. Und das ist genau das Gegenteil von allem, was hier auf dem Blog steht.

Naivität bedeutet: du betrachtest nur das Erwünschte, nur das Gute. Das bedeutet: du bist ganz pur beim Wunsch – ganz ohne Widerstand. Und jetzt würde dein Zustand mit keinen kontrastreichen Situationen verabreden, alles würde sich so entfalten, wie du es dir erwünscht.

So wäre es ideal. Aber wir wissen, ideal gibt es nicht.

Wie naiv kann man denn sein – du Vollpilot

Denn es gibt in deinem Umfeld imm die, welche Erfahrungen gemacht haben, die Zweifel und Sorgen rechtfertigen. Und was machen die jetzt? Sie versuchen jetzt deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie versuchen dich zu überzeugen, dass es nur gut für dich ist, wenn du ihre Zweifel und ihre Sorge teilst.

Das fängt natürlich früh an. Wenn deine Eltern erleben, dass sich viele Wünsche einfach nicht verwirklichen lassen, wenn sie viel Enttäuschung und Frustration kennen, dann liegt das nahe, dass sie dir dieses gleiche Schicksal ersparen wollen (siehe Beitrag »Warum kommt das Unerwünschte im Expresstempo?«). Und so warnen sie dich und machen dich glauben, dass es besser ist, sich zu sorgen und womöglich vom Schlechtesten auszugehen, damit du nicht enttäuscht wirst. »Sei bloß nicht so naiv.« Damit meinen sie eigentlich: »Sei bloß nicht so dumm!«

Jede Erfahrung ist ein Indikator für deinen Widerstand

Das ihre Erfahrungen mit ihrem Widerstand zu tun haben, ist ihnen nicht klar.

Aus einem subjektiven Erlebnis, in welchem sich ihr persönlicher Widerstand zeigt, wird eine objektive Wahrheit gemacht und allgemeingültig weitervermittelt.

Wenn du aber deine Kinder warnst und sie darauf hinweist, was alles schief gehen kann, dann gibst du deinen Widerstand weiter und damit erhöhst du das Momentum, welches dich und deine Kinder auf diese unerwünschten Dinge hinzubewegt.

Lebst du mit der Sorge, irritierst du dein Navigationssystem

Und mehr noch: damit machst du jetzt deine Kinder unsensibel für das Unerwünschte! Was bedeutet das? Sie gewöhnen sich an das Unwohlsein. Sie gewöhnen sich an Angst und Sorge und all die negativen Gefühle. Wenn sie jetzt tatsächlich vor etwas Unerwünschten stehen, merken sie es nicht!

Warum? Weil sie sich an das negative Momentum gewöhnt haben. Sie haben sich an die unguten Gefühle angepasst und empfinden sie als normal. Und somit spüren sie die »Gefahr« nicht mehr rechtzeitig, wenn sie sich ihnen nähert. Verstehst du? Ihr Navigationsgerät ist jetzt schlecht kalibriert und hilft ihnen nicht mehr so gut.

Wenn du aber gewöhnt bist, dich gut zu fühlen und die Energie gewohnheitsmäßig zum Erwünschten fließt, dann und nur dann spürst du super schnell, wenn sich etwas ulkig anfühlt. Und dann kannst du früh den Kurs korrigieren.

Die meisten sind so auf die Vermeidung des Unerwünschten ausgerichtet, dass sie nicht mehr erkennen können, was ihr Navigationssystem ihnen aufzeigt. Ist das wirklich schlau?

Was widerfährt dem Naiven

Wenn du also dieser »naive«, positive Mensch bist und etwas kreuzt deinen Weg, das eher unerwünscht ist, dann kann es von dir nicht wahrgenommen werden.

Und selbst wenn die anderen es geschafft haben, dich ein wenig auf die Sorge auszurichten und du jetzt was Unangenehmes erlebst, dann wird dich das nicht sehr lange beschäftigen.

Aus deiner gewohnten Perspektive des Wohlseins erscheint es dir nicht so dramatisch. Im Gegenteil: deine Nähe zur Quelle, deine stabile Verbindung zum Schöpferwirbel, verhindert, dass dieses Ereignis dich rauskatapultiert. Diese Art von unerwünschten Ereignissen werden für dich dann ganz schnell zu Erfahrungen, die dir Klarheit vermitteln, und dir helfen, zügig zu spüren, was du eigentlich willst.

Deine gewohnheitsmäßige Nähe zum Gutfühlen führt dich dann schnell zur Manifestation dieser neuen klareren Wünsche. Trotz deines Stolperns bist du in der Lage den Ruf deines Wunsches zu hören und dich weiter auf das Erwünschte zuzubewegen.

Als: traue dich in diesem Sinne naiv zu sein.

Herzlich naive Grüße

Michael Antoni Unterschrift

Hierzu gibt es auch ein Video:

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