Lebenspläne schmieden – viel Glück damit!

von 11. Sep 2018

Mal ehrlich: wann schmiedest du Lebenspläne? Doch dann, wenn es nicht so gut läuft. Lebenspläne schmieden ist doch fast ein Synonym für Lösungen entwickeln. Warum es dann doch ganz anders kommt, als geplant und wie es auch anders gehen kann, erfährst du in »Lebenspläne schmieden – viel Glück damit!«

Lesezeit: 3:07 Minuten

Bild: pixabay.com

Immer, wenn etwas verändert werden soll, kommt ganz schnell die Frage: »Hast du schon einen Plan?« Lebenspläne schmieden ist fast ein Synonym für Lösungen finden. Ich persönlich liebe es ja auch, Pläne zu schmieden und Vorstellungen zu entwickeln wie was laufen soll. Aber wie sagte schon Eisenhower: »Pläne sind nichts. Planen ist alles.« Heißt: du kann noch so viele Pläne schmieden, am Ende kommt es immer anders und du musst ständig umplanen und dich ewig anpassen. Wieso funktionieren diese Lebenspläne so selten?

Ich glaube, das Leben geht deshalb oft andere Wege, weil diese Pläne so gut wie immer aus einer Haltung des Scheiterns kommen.

Der Plan ist dem Problem viel ähnlicher, als der Lösung

Überlege mal: meistens schmiedest du Pläne, wenn etwas nicht passt. In diesem Augenblick steht also das Problem im Vordergrund. Warum, weil du es ja analysierst. Und dein Plan, den du jetzt aus der Analyse schmiedest, soll dich vom Problem weg hin zur Lösung führen. Siehe auch »Probleme lösen – geht das wirklich?«.

Dabei ist aber das Wissen um das Problem die »Quelle der Inspiration« für deinen Plan. Bedeutet: in dem Augenblick bist du deinem Problem viel näher als der Lösung.

Du versuchst jetzt Ideen für eine Lösung zu entwickeln aus Wahrheiten und Erfahrungen heraus, die das Problem entstehen ließen. Wie soll die Lösung jetzt zu dir finden, wenn du Wahrheiten aufrecht erhältst, die das Problem entstehen lassen?

Diese Wahrheiten sind wie eine Firewall, die alles abblockt, was dich deiner Lösung auf dem natürlichen Weg des geringsten Widerstandes näher bringt.

Alle Lebenspläne, die du hier entwickelst, haben den Widerstand intus, der das Problem erschuf. Deswegen führen diese Pläne über Wege, die einen hohen Widerstand bereithalten, deshalb von dir eine hohe Überwindungskraft erfordern und dich zum Durchkämpfen und Durchwurschteln zwingen.

Es sind alles Pläne, die dich weiterhin den Kampf gegen das Scheitern kämpfen lassen, den du am Ende immer verlierst, selbst wenn du ein Schlacht gewinnst. Aber hey: immer wieder von vorne. Harte Arbeit soll sich ja angeblich auszahlen. Deshalb bist du bereit, diesem »Kampf« immer wieder von neuem zu kämpfen.

Lebenspläne schmieden – »Pläne« aus dem Gelingen

Anders ist das, wenn deine »Lebenspläne« aus einer Haltung des Gelingens kommen. Aber das, was dich da erreicht, nennst du dann wahrscheinlich keinen Plan. Es fühlt sich nämlich nicht so geplant an. Es ist eben eher eine Inspiration. Siehe »Die Magie der Inspiration«.

Wann erreicht dich diese inspirierende Idee? Natürlich dann, wenn das Problem ganz weit weg ist. Du bist entspannt und locker und mit deine Gedanken ganz woanders.

Was passiert mit dir? Die Idee taucht auf und du hast sofort ein besonders Wohlgefühl: ein Kribbeln im Bauch, Gänsehaut oder auch kleinere, aber immer außerordentliche Wohlgefühlchen. Und du weißt sofort: es geht um die Lösung.

Und dann geht es los: alles formt sich zu einem Impuls, etwas Bestimmtes machen zu wollen. Allerdings weist du nicht genau wie es konkret laufen soll. Wie auch, es ist ja neu — und gerade deshalb lösungsverdächtig!

Und jetzt ist es so, dass du eigentlich immer nur improvisierst beim Machen und alles auf dem Weg herausfindest. Aber es läuft. Die Lösungen kommen leicht. Alles arrangiert sich wie von Zauberhand. Siehe auch »Kreativität — von der Idee zum Ding.«

Wenn du dich so vom Leben dirigieren läßt, sammelst du verschiedenste Puzzlestücke für dein Lösungsbild ein, ohne dass du weißt, was du da eigentlich machst. Wie geil ist das denn?

Ich habe es so schon unzählige Male erlebt. Deshalb weiß ich: wenn es sich so anfühlt, kannst du sicher sein, dass du deine Lösung erreichst.

Genau diese »angenehme Sicherheit« ist es, die dir anzeigt, dass du neue und erwünschte Wahrheiten entwickelst, aus denen heraus du agierst.

Die Haltung des Gelingens ist jetzt die Basis von der du abhebst hin zu deiner großartigen Lösung.

Wie komme ich in die Haltung des Gelingens?

Bleibt nur die Frage: Wie kommst du in die Haltung des Gelingens? Gibt es da einen Plan?

Das ist die Herausforderung: hier gibt es keinen Plan des Machens. Das ist alles »Gefühls-Arbeit«. Im Artikel »Die Haltung des Gelingens« versuche zu erklären, was hilft.

Zusammengefasst:

  • Du musst das Gefühl finden, welches du mit dem Wunsch, der Lösung verbindest.
  • Und dann musst du dich üben, das Gefühl immer wieder zu fühlen.
  • Sobald du im Gefühl bist, bist du in der Haltung des Gelingens.

Und dann geschehen die beschriebenen Dinge.

Also: Fühle, was du willst. Lass dich bewegen und lass das Pläne schmieden eine Zeit lang gut sein.

Mach es einfach. Mache es jetzt. Einfach besser fühlen.

Sonnige Grüße

Michael Antoni Unterschrift

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  1. Über das Problem zum Problem – statt zur Lösung. — Hokus Pokus Fokus - […] Gründen und Wahrheiten, welche das Problem erschaffen haben. Deshalb ändert sich nichts. Sie »Pläne schmieden – viel Glück dabei!«…

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