Über das Problem zum Problem – statt zur Lösung.

von 18. Sep 2018

In der Hokus Pokus Fokus Welt erscheint alles auf den ersten Blick sehr einfach –einfach besser fühlen eben.

Doch dann stellt du dir sicherlich die Frage: »Wenn es so einfach ist, warum erlebe ich es dann nicht so einfach. Wenn das Problem die Lösung erschaffen hat, warum kann ich sie dann nicht sehen, wenn sie doch schon längst existiert?«

Warum gehen wir also vom Problem immer wieder zurück zum Problem statt voran zur Lösung? Das, was auf den ersten Blick so einfach erscheint, ist auf den zweiten Blick schwieriger, als du denkst. Und trotzdem ist es leichter, als du es dir erlaubst. Viel Freude mit »Vom Problem zum Problem – statt zur Lösung.«

Lesezeit: 3:20 Minuten |

Bild: pixabay.com

Die Theorie ist einfach, wenn auch schwer zu glauben: das Problem läßt die Lösung entstehen. Und das zeitgleich.

Einen Zusammenhang zwischen Problem und Lösung zu sehen ist für alle einfach. Das aber die Lösung zeitgleich mit dem Erleben des Problems entsteht, ist für viele eher verwirrend. Auch dann, wenn sich zum Beispiel Selbstheilung gar nicht anders erklären läßt.

Du erlebst also das Problem und es entsteht zeitgleich die Lösung. Wie geht es weiter?

Wieder die Theorie: Über einen Prozess wirst du ähnlich zur Lösung und dann erlebst du die Lösung.

So weit die Theorie. In der Praxis schaut das manchmal anders aus. Warum geht das für uns, also für die allermeisten, nicht so einfach? Weil wir superlange unähnlich zur Lösung und ähnlich zum Problem bleiben.

Problem-Anker

Es geht damit los, dass wir den Wunsch, also die Lösung, über das Problem erklären. Ich erkläre den Wunsch aus dem Problem heraus. Siehe Artikel »Ich will von Hier nach Dort – das Problem mit Rechtfertigungen«. Das stärkt aber meine Ähnlichkeit zum Problem.Weil der Grund für meinen Wunsch im Vordergrund steht. Die ganze Zeit.

Damit verzögert sich alles. Das »verschafft« Zeit mit dem Problem-Analysieren zu beginnen. Ich analysiere, warum mein Wunsch da ist. Ich analysiere, warum mein Wunsch noch nicht erfüllt ist. Und dann ergrübele ich, warum mein Wunsch immer noch nicht erfüllt ist.

Meinen Umfeld habe ich ja schon erklärt, warum ich den Wunsch habe: aus dem Problem heraus – siehe oben. Aber jetzt fange ich an, meinem Umfeld zu erklären, warum der Wunsch noch nicht erfüllt ist. Und dann erkläre ich meinem Umfeld meine Pläne, die mich zur Lösung führen sollen.

Freilich zweifle ich auch: ich zweifle, ob ich den Wunsch überhaupt haben darf, ob ich …

Du siehst: es gibt viele Prozesse, die fast automatisch ablaufen und als »richtig und notwendig« erachtet werden, bei denen immer das Problem, also all die Gründe für den Wunsch, im Vordergrund steht.

Und deshalb bleiben wir ähnlich zu diesen Gründen und Wahrheiten, welche das Problem erschaffen haben. Deshalb ändert sich nichts. Sie »Pläne schmieden – viel Glück dabei!«und »Probleme lösen – geht das wirklich?«

Es kann sich erst was ändern, wenn die Ähnlichkeit zum Wunsch größer wird.

Und wie löse ich diese Problem? Nein, nicht schon wieder!

Löse dich vom Problem

Löse nicht das Problem, sondern löse dich vom Problem.

Im Artikel »Probleme lösen – der homöopathische Taschenspielertrick« versuche ich ausführlich zu erklären, wie unsere Lebenskraft sich vom Problem löst und was es dazu braucht.

Die einfache und scheinbar banale Antwort hier lautet: beschäftige dich mit dem Wunsch und der Lösung. »Ja aber ich weiß doch nicht wie die Lösung aussieht!« Ja, aber du weißt genau, wie es sich anfühlen würde, wenn die Lösung da wäre. Wir alle können es fühlen. Und es ist ausreichend, wenn wir uns »nur« mit dem Gefühl beschäftigen.

Jetzt aus der Wunsch-Sicht heraus. Wie wäre es, wenn? Was wäre, wenn? Ich fühle es sofort. Du fühlst es auch sofort! Woran spüren wir es: Erleichterung.

Erleichterung weißt uns den Weg. Sich besser fühlen. Das ist der sofortiger Indikator. Denke ich also an dem Wunsch und an das Wäre-Es-Nicht-Schön-Wenn, und fühle das herrliche Gefühl, dann kann ich sicher sein, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Dann kann ich sicher sein, dass ich dem Wunsch ähnlicher geworden bin. Und dann, ja dann erfüllt sich der Wunsch.

»Ja, aber!« Nein, kein ja aber. Wenn die Umstände unerwünscht sind, dann sind wir viel zu sehr damit beschäftigt, zu analysieren, zu grübeln, zu zweifeln, zu rechtfertigen und und uunnd. Viel, viel mehr als alles andere. Wir sind nur auf der Problemseite.

Und deshalb sind wir ganz, ganz, ganz wenig damit beschäftigt, uns die Frage zu stellen: was wäre wenn?

Auch hier gäbe es unzählige Variationen, wie wir uns mit der Anwesenheit unseres Wunsches beschäftigen können und damit »Quality-Time« mit unserem Wunsch haben. Daraus wird dann garantiert »Manifesty-Time«.

Mach es einfach. Mach es jetzt.

Einfach besser fühlen und der Lösung ähnlich werden.

Herzliche Grüße

Michael Antoni Unterschrift

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