Warum kommt das Unerwünschte im Expresstempo?

von 30. Jan 2018

 

»Hey Universum, warum verspätet sich die Auslieferung von meinem Wunschpaket? Und warum schickst du das Unerwünschte im Expresstempo? Das ist doch sch…!«

Es erscheint irgendwie ungerecht – oder?. Wie lange wünscht du dir sehnsüchtig etwas und erst nach einer langen Zeit erfülltsich der Wunsch – wenn überhaupt!

Und das Unerwünschte? Da hast du einmal einen schlechten Tag und schon manifestieren sich viele unerwünschte Dinge. Wie kann das sein, dass du beim Erwünschten so viel Zeit investieren mußt und beim Unerwünschten gefühlt gar keine?

Wie ist das zu verstehen?

Wann manifestiert sich ein Gedanke?

Damit sich Etwas manifestiert, ist ein großes Momentum notwendig (siehe Beitrag »Momentum«). Das bedeutet: ein Gedanke braucht eine große Schwungkraft, damit er sich manifestiert. Du denkst einen Gedanken, hältst ihn aktiv und jetzt versorgt dich das Ähnlichkeit-Gesetz mit weiteren ähnlichen Gedanken.

So entsteht die Schwungkraft: durch immer mehr ähnliche Gedanken, die sich dem Strom anschließen wird aus einem kleinen Gedanken-Bach ein reißenden Gedanken-Strom, der jetzt genug Momentum besitzt, um den Gedanken zu manifestieren.

So weit der theoretische Hintergrund. Aber was hat das jetzt damit zu tun, dass das Unerwünschte im Expresstempo und das Erwünschte oft so langsam manifestiert?

Das Unerwünschte

Die Wahrheit beim Unerwünschten ist: so schnell ist es nicht! Es schaut nur so aus. Denn die meisten Menschen spüren nicht, welches Momentum am Laufen ist. Sie sind so an ihre unerwünschten energetischen Muster angepasst, dass sich das alles normal anfühlt und somit von ihnen nicht wahrgenommen wird (siehe Beitrag »Normalität. das getarnte Gefühl«).

Sie spüren also nicht, dass sie in einem reißenden Strom stehen Richtung Unerwünschtes.

Und diese unerwünschten »normal-alltäglichen« Muster haben eine ordentliche Menge Widerstand intus. Bedeutet: du denkst viel Unerwünschtes.

Das entsprechende Unwohlsein spürst du aber nicht. Warum? Weil du dich an das chronische Unwohlsein angepasst hast, so sehr, dass es für dich normal geworden ist. Unwohlsein wird zur Normalität.

Wenn jetzt zu diesem »normalen Unwohlsein-Pegel« (entspricht einem ordentlichen Maß an unerwünschtem Momentum) noch etwas hinzu kommt (der akut schlechte Tag gestern), dann reicht das oft schon, um die erforderliche Intensität der Schwungkraft zu bekommen, die zur Manifestation nötig ist. Und schon ist das Unerwünschte manifestiert.

Beim Unerwünschten bist du also stetig an der Schwelle zur Manifestation. Es braucht nicht viel, damit es manifestiert. Warum? Weil schon genug Momentum vorhanden ist, welches von dir nicht bemerkt wird.

Kommt dann der berühmte Tropfen hinzu, erscheint es dann »plötzlich«, manche sagen sogar »es kam aus heiterem Himmel«. Aber weder ist es »plötzlich« noch kommt es aus »aus heiterem Himmel«.

Es hat eine lange, lange Geschichte, an die du dich so sehr gewöhnt hast, dass du sie deshalb nicht mehr bewusst wahrnimmst. Es kommt also nicht schneller, sondern du nimmst nur die letzten Schritte wahr.

Bedeutet: du wunderst dich, das ein unerwünschtes Paket abgeliefert wurde, obwohl du dich nicht an den Bestellvorgang erinnern kannst.

Das kannst du dir nicht vorstellen? Ich erinnere mich an einen Angelausflug in meiner Jugendzeit: wir Campten an einem Wasserfall des Baches. Der Geräuschpegel war enorm. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie ich bei dem Lärm schlafen könnte. Aber bis zum Abend hab ich das Geräusch einfach nicht mehr wahrgenommen. Ich habe das Geräusch des Wasserfalls völlig ausgeblendet. Ich konnte das Zirpen der Grillen hören, das fiese Sirren der Mücken, das Klatschen der springenden Forellen, alles – nur nicht den Wasserfall.

Und genau so blenden wir vieles aus, obwohl es da ist. Und das ist auch völlig in Ordnung. Nur wenn es ein ungutes Gefühl ist, das wir ausblenden, dann wird es schwierig mit den erwünschten Dingen (siehe Beitrag »Wenn du dein Gefühle ignorierst bist du verloren«).

Gut, so weit zum Unerwünschten. Das ist der Grund, warum das Unerwünschte im Expresstempo auftaucht – scheinbar. Aber wie steht es um das Erwünschte, dass sich so viel Zeit läßt.

Das Erwünschte

Beim Erwünschten erlebst du dich anders. Du bist die ganze Zeit im Bestellmodus und fragst dich: warum wird nicht ausgeliefert?

Auch hier liegt der Grund in der schlechten Wahrnehmung – Achtung Trommelwirbel – eines Gefühls.

Dir ist nicht klar, was du da bestellst, weil du nicht darauf achtest, wie du dich fühlst beim Bestellen.

Nehmen wir an, es ist etwas wirklich Wichtiges für dich, dass du schon lange willst, aber eben nicht bekommst. Dann schwingt in deiner Bestellung natürlicherweise viel Sehnsucht mit.

Und zwar die Sehnsucht, die sich gewahr ist, das es NICHT da ist.

Was macht das mit deiner Bestellung? Du bestellst die nicht anwesende Seite des Erwünschten (siehe Beitrag »Alles hat zwei Enden«). Verstehst du?

Dein Wunsch – wie alles – hat zwei Seiten: die anwesende und die nicht-anwesende. Und wenn du die nicht-anwesende Seite aktivierst, dann wird genau das auch ausgeliefert: noch mehr Sehnsucht nach etwas, das nicht da ist. Du bekommst also ganz viel, vom Erwünschten, welches nicht da ist.

Der Widerstand, den du über das Unwohlsein wahrnimmst und der in deine Bestellung mit einfließt, verhindert oder verlangsamt die Auslieferung des anwesenden Teils des Erwünschten.

Du bestellst also all die Jahre das »Falsche« ohne es zu wissen. Warum? Weil du nicht darauf achtest, wie du dich fühlst, wenn du an den Wunsch denkst.

Es braucht also Zeit, bis deine akuten Gedanken (Bach) zu chronischen Gedanken werden (Fluss), welche Wahrheiten entstehen lassen (reißender Strom), die es dir ermöglichen, das Erwünschte auch zu empfangen.

Oder anders formuliert: es braucht relative Zeit, bis das Momentum in die erwünschte Richtung weist und genug Intensität entwickelt für die Manifestation.

Was ist zu tun?

In beiden Fällen hilfst es dir, wenn du dich wieder achtsamer wahrnimmst und wieder fühlst, wie du dich fühlst.

Wenn etwas Unerwünschtes manifestiert, ist das enorm wichtig für dich! Denn das bedeutet: das akute negative Gefühl, welches du beim Erleben des Unerwünschten fühlst, hast du in leicht milderer Form schon lange Zeit vorher als chronisches negatives Gefühl. Nur ist es unter deinem Radar geblieben – wie alle chronischen Gefühle. Und nur durch den zusätzlichen Push des Ereignisses nimmst du es akut wahr (siehe auch Beitrag »Krankheit als Indikator«).

Du hast jetzt also die großartige Möglichkeit, deinen »Gefühls-Radar« neu anzupassen. Justiere ihn neu! Spüre wieder hin. Fühle, wie du dich fühlst. Fühle das Unwohlsein, welches dir die ganze Zeit über sagt, dass du etwas Unerwünschtes bestellst. Denn nur, wenn du das wieder fühlst, machen die Pakete Sinn, welche dir ausgeliefert werden.

Das gleich gilt für den Wunsch. Nur wenn du fühlst, wie es dir geht, wenn du an den Wunsch denkst, kannst du wissen, welches der beiden Enden du aktivierst (siehe Beitrag »Wünsch – Kuss der Morgenröte oder Schlag in die Magengrube«).

Wenn das Gefühl nicht gut ist, ist viel Widerstand aktiv und du bist auf der abwesenden Seite. Dann kann es nicht kommen. Nur wenn du dich gut fühlst beim Denken an den Wunsch, ist die anwesende Seite aktiv und wird zügig ausgeliefert.

Jetzt ist Jetzt

Letzten Endes ist es egal, wie lange und wie oft du in der Vergangenheit irgendwelche Gedanken gedacht hast. Wichtig ist nur jetzt! Warum? Weil du nur jetzt denken kannst. Die Frage ist also nicht: was habe ich gedacht? Sondern: was denkst du jetzt?

Genau genommen ist das nur theoretisch wichtig. Praktisch ist nur eines wichtig: wie fühlst du dich jetzt? Auch wenn du nicht jederzeit weißt, was du denkst, so kannst du doch jederzeit fühlen, wie du dich jetzt fühlst. Und das ist alles, was du brauchst.

Denn jetzt weißt du, was »einfach besser fühlen« für dich in diesem Augenblick bedeutet (siehe Beitrag »Die Gefühls-Skala – Orientierung im Prozess«). Du musst keine akrobatischen Gedanken-Übungen machen, sondern dich einfach besser fühlen. Es gibt genug Übungen auf dem Blog, die dir dabei helfen, falls du Unterstützung brauchst.

Einfach besser fühlen bringt dich in den Empfangsmodus für das Erwünschte. Egal wie lange und wie viele unerwünschte Gedanken du in der Vergangenheit gedacht hast. Einfach besser fühlen – jetzt. Das ist der Weg in deinem Schöpferwirbel. Das ist der Weg zur Beschleunigung der Manifestation deiner Wünsche.

Mach es einfach. Mach es jetzt.

Michael Antoni Unterschrift

n der Serie »Kleiner Tipp fürs große Wohlgefühl« gab es letztens Tipp #2 »Was will ich wirklich?«. Dabei klingt schon an, wie wichtig es ist, klar zu wissen, was du willst. Ohne eigene Ziele und Klarheit wirst du ganz schnell vereinnahmt vom augenblicklichen Momentum.

Wenn du dich fragst, was du willst, schärfst du deinen Fokus und richtest ihn auf das Erwünschte aus. Das hilft dir vor allem, wenn du dich unwohl fühlst, um so das unerwünschte Momentum auszubremsen und in eine mehr erwünschte Richtung zu gehen.

Mit der Zeit bist du mit deinen »Händen« immer näher am Momentum und steuerst direkter und absichtlicher deinen Fokus. Das unerwünschte Momentum vereinnahmt dich dann nicht mehr so leicht und wenn doch, dann spürst du es schneller und kannst früher und damit erheblich leichter darauf reagieren.

Eigene Ziele und andere Personen

Neben dem unerwünschten Momentum, dass dich vereinnahmen kann, gibt es natürlich auch andere Personen. Wenn du selbst keine Ziele hast, wirst du ganz schnell Bestandteil der Ziele anderer (siehe »Die vier Säulen der Potentialentfaltung«).

Es gibt immer die lauteren, dominanteren Personen, die dich geschickt begeistern und schnell von ihren Plänen überzeugen. Und wenn du dann nicht weißt, was du wirklich willst, wird es dir schwer fallen, das in genau diesem Moment herauszufinden. Du wirst einfach mitmachen. Vielleicht ist das auch genau richtig für dich, vielleicht aber auch nicht.

Deine Ziele zu kennen, kann dir die Sicherheit geben, dich in solchen Momenten für dich zu entscheiden.

Konkrete Ziele und ihre Schwierigkeiten

Wenn ich hier von Zielen reden, meine ich aber nicht unbedingt, die konkreten Ziele, die auf irgendeiner Liste mit Fünfjahresplan stehen. All diese konkreten Ziele haben ihren Haken!

Auf der eine Seite geben diese Ziele ein Richtung vor – und die ist absolut wünschenswert als Orientierung für den Weg. Aber auf der anderen Seite kommen diese Ziele auch aus einem falsch verstanden Verständnis: mit Erreichen des Ziels wird es mir gut gehen. Kurz formuliert: mir kann es erst gut gehen, wenn das Ziel erreicht wird. Und das ist natürlich falsch!

Wenn es dir auf der Reise zu deinem Ziel nicht gut geht, dann wird es dir mit dem Erreichen des Zieles auch nicht gut gehen – falls du das Ziel überhaupt erreichst.

Mit dieser Art der konkreten Zielsetzung förderst du also eher die Wahrheit, welche Veränderung und Wunscherfüllung verhindert: erst die erwünschten Umstände, dann das Wohlgefühl.

Das zweite Problem mit sehr konkreten Zielen ist: wenn das konkrete Ziel nicht der nächste logisch Schritt ist, wird es schwierig, in der Haltung des Gelingens zu bleiben. Wenn du etwas anvisierst, was weit weg erscheint, ist es fast nicht möglich, nicht zu bemerken, dass es noch nicht erfüllt ist. Das chronische Gewahrsein des Fehlenden macht das Erreichen des Erwünschten unmöglich.

Also: Konkrete Ziele müssen mit sehr viel Achtsamkeit verwendet werden. Wenn sie dir aber dabei helfen, dich durch das Wissen um dein Ziel anderen gegenüber abzugrenzen und bei dir zu bleiben – dann ist das großartig!

Und für viele ist das der Anfang. Wenn ein weit entferntes Ziel –fünfjahreweitentfernt – dir hilft und Sicherheit schenkt, dann stell dir all die Fragen, um deine Zele zu klären.

Das wichtigste Ziel: dich besser fühlen!

Ich persönlich bin kein Freund dieser Art des Zielesetzens aus der Motivationswelt. Ich finde es viel einfacher und wirkungsvoller, sein Ziel in einem Gefühl festzulegen.

Das hat für mich zwei Vorteile:

  1. Ich bleibe damit recht allgemein und umgehe die existierenden Widerstände, die sofort auftauchen, wenn es konkreter wird.
  2. Ich bin sofort im Jetzt und kann mich jetzt um das Gefühl kümmern und muss nicht warten bis irgendetwas irgendwann erfüllt ist.
    Mein »Ziel« ist immer zwei Jetzte weiter erreichbar – also fast sofort.

Wenn mir das Ziel »einfach besser fühlen« wieder in »Fleisch & Blut« übergegangen ist, dann hat das einen riesigen Vorteil. Ich kann mich dann eben auch in den kleinen Alltagssituationen orientieren und mich für mein Bedürfnis entscheiden – das können mir die großen konkreten Ziele schwer geben.

Das bedeutet: das Ziel mich einfach besser zu fühlen, stärkt meine Verbindung zu meinen wichtigen persönlichen und existentiellen Bedürfnissen. Es hilft, zu spüren wer ich bin und wer ich sein will in jedem Augenblick. Und damit erschafft es die wichtige Grundlage für meine Entscheidungen.

»Einfach besser fühlen«. Wenn du das kannst, dich besser zu fühlen – was nicht gleich zu setzen ist mit gut fühlen – dann bedeutet das:

  • Du kannst frühzeitig wahrnehmen wie du dich fühlst!
    Auch wenn das natürlich und normal ist, ist es doch für die allermeisten in ihrem Alltag eine riesige Leistung.
  • Du bist in der Lage dir absichtliche und ungerechtfertigte Erleichterung zu verschaffen.
    Auch wenn das die natürliche Bewegung deines Organismus ist, ist es für die Allermeisten eine riesengroße Riesenleistung.

Das ist alles, was notwendig ist für ein erfülltes und glückliches Leben (siehe »Das Leben ist wie Topfschlagen«). Mit diesen beiden Fähigkeiten wird es für dich normal, eine Entscheidung zu treffen, mit der du dich besser fühlst. Egal, was andere von dir wollen.

Und diese Entscheidung bringt dich immer auf dem Weg des geringsten Widerstandes zu deinen Wünschen und Zielen, auch dann, wenn du von diesen Zielen noch gar nichts Konkretes weißt.

Mach es einfach. Mach es jetzt. Einfach besser fühlen.

 

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