Wenn sich Wünsche nicht erfüllen – das Seilziehen-Phänomen!

von 2. Mai 2017

Wenn sich Wünsche nicht erfüllen, dann bedeutet das immer, dass die Energie aufgesplittet ist. Das heißt: du denkst an das Erwünschte und du denkst an das Unerwünschte – was du als Zweifel an deinem Wunsch wahrnimmst.

Seilziehen

 

Stell dir zwei Gruppen vor, die jeweils am Ende eines Seiles ziehen. Wenn beide Gruppen in etwa gleich stark sind, dann passiert nichts. Die einen gewinnen ein paar Zentimeter, dann gewinnen die andern wieder ein paar Zentimeter, aber insgesamt bleibt alles beim alten – außer, das beide Gruppen sehr schnell sehr erschöpft sind.

Nun ist die eine Gruppe die Energie, die zum Erwünschten möchte, und die andere Gruppe ist die Energie, die das Fehlen des Erwünschten bemerkt. Die Wunsch-Energie wird zwar stärker, aber wenn die Zweifel-Energie auch stärker wird, bewegt sich nichts. Es geht ein wenig in die erwünschte Richtung und dann wieder in die unerwünschte Richtung. Hin und her. Und so stellt sich nur Erschöpfung ein ohne eine Veränderung der Umstände.

Die unerwünschte Realität ist fesselnd

Du bist es gewohnt die Realität anzusehen, also das, was ist. Und gerade, wenn das, was ist, nicht erwünscht ist, schaust du erst recht auf das, was ist. Dann ist es besonders leicht, das, was ist, anzuschauen. Und so wird die Energie immer größer, die am Unerwünschten festhält – weil sie es feststellt.

Zweifel ist die Fokussierung des Fehlenden

Immer wenn du das Fehlende wahrnimmst, sind das die Anfänge der Energie des Zweifels. Wenn du also nach etwas schaust, was du nicht sehen kannst, dann sendest du ein Signal der Abwesenheit aus. Wenn du jetzt Zweifel spürst, dann bedeutet das, dass du schon länger das Abwesende betrachtest.

Die richtigen Fragen

Deshalb schon gleich zu Anfang: wenn du feststellst, das du etwas willst, dann stell dir immer wieder die Frage warum du es willst? Was willst du und warum willst du es? (»Weil ich mich dann freier fühle, sicher fühle.«).

Was ist es, was dir am Erwünschten so gefällt? Das stärkt die Energie, die in die erwünschte Richtung zieht.

Und wenn der Wunsch stark genug ist, dann kann dein altes Glaubenssystem ihn nicht aufhalten.

Welche Fragen solltest du besser lassen?

  • Wie wird es kommen?
  • Woher wird es kommen?
  • Wann wird es kommen?
  • Durch wen wird es kommen?

Wenn du solche Fragen stellst, auf die du noch keine Antworten hast, dann fügst du nur unnötigen Widerstand zur Gleichung hinzu und die Energie der unerwünschten Richtung wird stärker, was du wieder als mehr Zweifel wahrnimmst.

Es geht nur um Energie, nicht ums Tun

Also bleib allgemein beim Erwünschten – was und warum! Denn bei allem, was du willst, geht es immer nur um Energie. Und diese Energie modulierst du über deine Gedanken.

Es geht wirklich nicht ums Tun.

Natürlich ist das Tun als letztes Glied, der umsetzende Faktor, der vor allem Freude bereiter – aber nur so lange du das Tun nicht benutzen musst als Kompensation für eine aufgesplittete Energie.

Wenn du viel Zweifel hast, dann wird das Tun schwer und nichts klappt so richtig – und du fühlst dich einfach nur erschöpft. Und die einzige Frage die du dann als Dauerschleife denkst, ist: Was mache ich nur falsch?

Also stelle die richtigen Fragen? Was ist das schöne an meinem Wunsch?

Michael Antoni Unterschrift

2 Kommentare

  1. Lisa Marie

    Lieber Michael,
    das mit dem Seilziehen, also Nichtmehrseilziehen-ab-sofort, das gefällt mir und ich begebe mich gleich in Übung.
    Kurze Frage, die gleich derer ihrer Art nur die Welt verbessert: hat der Skorpion den falschen Fokus? Wie geht der erlöste Skorpionfokus?
    Ein bisschen Kritik fühlt sich energetisierend an. Geht es um das wohldosierte Maß?
    Gespannt, mit Gruß!

    Antworten
    • Michael

      Liebe Lisa Marie,
      die Frage beim Fokus ist immer: ist er auf das ausgerichtet, was ich will oder auf das, was ich nicht will? Das gilt für die Symbolik eines jeden Tierkreiszeichens. Und es gehört ja auch zusammen: nur darüber, dass ich feststelle, was ich nicht will, weiß ich, was ich will.

      Der Skorpion als Archetyp des Zweiflers hat schon die Tendenz eher das zu sehen, was er nicht will. Das liegt in seiner idealistischen Art. Der Konjunktiv von sollte, müsste, könnte usw. vergleicht immer mit einem Ideal und dabei kann man nicht anders, als festzustellen, was fehlt. Deshalb rutsch der Fokus beim Skorpion schnell mal auf das Fehlende und damit auf das Unerwünschte. Deshalb ist der Zweifel hier oft größer. Das bedeutet aber auch, dass das Erwünschte auch größer ist. Je größer der Zweifel, desto größer der Wunsch, aber eben auch der Widerstand. Wenn der Skorpion den Fokus dann bewusst auf das Erwünschte richtet, reduziert sich der Widerstand und das Erwünschte (das über die lange Zeit des Zweifels riesig geworden ist) erfüllt sich. Für viele auf „magische“ Art und Weise, weil es wie ein Wunder wirkt. Deshalb hat der Skorpion ja auch diese Faszination zur Magie (der Geist herrscht über die Materie).

      Die Pendelbewegung von „ich weiß, was ich nicht will“ zu „ich weiß, was ich will“, ist beim Skorpion stärker ausgeprägt (Extreme). Das heißt er geht eher erst einmal ins „Drama“, das er als energetisierend erlebt (ist ja viel Momentum, also bewegte Energie, also starke Emotion, es tut weh, also lebe ich) und dann geht es aber auch schnell in die andere Richtung (wieder viel Momentum, also bewegte Energie in die erwünschte Richtung). Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn ich nicht im Drama stecken bleibe.

      Das wohldosierte Maß ist das Gefühl von Destruktivität. Ist die Kritik energetisierend, (ich werde es euch zeigen, das ich das kann) oder ist sie niederschmetternd (ich schaffe nie etwas, wo ist der nächste Baum). Wenn die Kritik nicht kitzelt, ist das wohldosierte Maß überschritten.

      Ich hoffe, ich hab deine weltverbessernde Frage richtig verstanden und du kannst was mit der Antwort anfangen.

      Herzliche Grüße Michael

      Antworten

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