Wunscherfüllung: lass dich finden von deinem Wunsch!

von 5. Aug 2019

Kennst du das? Du wünscht dir etwas und bekommst es nicht! Ein ganzes Jahr lang hat sich ein Wunsch von mir nicht erfüllt. Aber dann hat es doch noch geklappt. Aber nicht weil meine »Anstrengungen« endlich belohnt wurden, sondern weil ich endlich sichtbar und findbar wurde für meinen Wunsch. Wie das geklappt hat, kannst du hier nachlesen. Wunscherfüllung aus der Haltung des Gelingens heraus. Wie wirst du findbar für deine Wünsche?

Lesezeit: 5–7 Minuten

Bild: Ich

Als ich mich Anfang 2018 mir der Idee »Video« beschäftigte und überlegte, ob und wie ich für den Blog kleine YouTube-Videos machen könnte, war eines schnell klar: ich will eine Kamera – also eine richtige Kamera.

 

Wunscherfüllung – warum erfüllst du dich nicht?

 

Es war aber auch klar, dass ein »Finanz-Antrag« in der Höhe für eine frisch gebackene Idee von mir – ein sich immer wieder für Neues zu leicht zu begeisternder Enthusiast, so meine Frau –, erst Mal abgelehnt werden würde. Und da ich solche Investitionen gerne mit dem Segen meiner Frau mache, war klar: die Wunscherfüllung wird noch Zeit brauchen und ich muss erst einmal die Kamera nehmen, die ich schon habe: die vom Handy.

Aber: der Wunsch nach einer »richtigen« Kamera war in meinem Kopf. Und ließ mich nicht mehr los. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem ich noch absolut keine Ahnung vom »Video-Machen-Krams« hatte. 

Und das kennen ja bestimmt alle: du wünscht dir etwas, musst aber feststellen, dass du es noch nicht hast. Du bist hier und willst aber nach dort.

(Siehe auch »Ich will endlich nach DORT – das Problem mit Rechtfertigungen«)

Was kann ich tun? Wunscherfüllung aus der Haltung des Scheiterns.

Und dann stellst du dir Frage wie:

  • Wie komme ich nun von hier nach dort?
  • Wie kann ich das finden, was ich so gerne habe will?
  • Was kann ich tun, dass ich endlich das bekomme, was ich haben will?

In meinem Fall: wie kann ich Beweisen, dass das eine gute Investition ist? Welche Argumente sprechen dafür und so weiter. Wie kann ich also mein Umfeld überzeugen, manipulieren, verändern, dass sie mir das geben was ich haben will? Oder noch abstrakter: wie kann ich mein Umfeld so kontrollieren, dass ich das bekomme, was ich will?

Dahinter steckt die Haltung des Scheiterns. Ich glaube, ich müsste etwas tun, damit es gelingt. Mein Handeln wird jetzt die Kraft für die Veränderung. Bedeutet: wenn ihr nicht so seid, wie es mir gut tut, werde ich Wege finde, dass ihr euch so verhalten werdet, dass es mir gut tut. Ich vertraue ganz in die Macht meiner Handlungskraft.

Ich habe natürlich alle »Tricks« ausprobiert – dem Schöpferwirbel sei dank erfolglos! Und so bin ich in das »Video-Abenteuer« mit meiner Handy-Kamera.

Mach dich findbar! Wunscherfüllung aus der Haltung des Gelingens.

Wie auch immer: nach einem Jahr – also Anfang 2019 – sah es so aus, als ob diese Wunsch noch länger ein Wunsch bleiben würde. Meine Handy-Kamera hatte gute Arbeit geleistet und mit ihr konnte ich lernen, wie das alles geht: schneiden, vertonen und so weiter. Das erste halbe Jahr sind ja auch paar Videos für den Blog entstanden. Aber im vergangen halben Jahr ist nicht ein einziges Filmchen dazugekommen. Und so war die »Video-Idee« eher weit weg oder mit Schuldgefühlen belegt (»ich müsste wieder eines machen!«). Der »ich-brauche-unbedingt-eine-richtige-Kamera-um-glücklich-leben-zu-können-Wunsch« war schon richtig lange nicht mehr präsent.

Dann hatte ich mit meiner Hokus-Pokus-Fokus-Gruppe ein Experiment gestartet. Für die kommenden vierzehn Tage bis zum nächsten Termin nehmen wir uns alle morgens ein paar Minuten Zeit für eine kleine Übung:

  • du suchst ein Gefühl, welches dir gefällt
  • und schreibst dann 10 Gründe auf, warum du dieses Gefühl so liebst.

Was an dem Gefühl-Zustand ist so schön? Warum ist es für dich so schön? Und so weiter.

Kreativität in Ahrenshoop

Als ich damit anfing, war ich mit meiner Frau in Ahrenshoop – »Wellness« machen. Ich hatte an zwei Tagen hintereinander aufgeschrieben, was ich an dem Gefühl so liebe, wenn ich mich kreativ erlebe. Die entspannte Atmosphäre, der Fokus auf die Kreativität, all das hat mir meine Lust auf Kreativität wieder nahe gebracht.

Erst da habe ich bemerkt wie dieses Gefühl das letzte Jahr kaum empfunden habe. Jetzt wurde mich erst klar, wie sehr ich es vermisst hatte, die letzten Monate. Aber jetzt war es wieder da. Durch so eine einfach Übung. Es war schön.

Mit diesem herrlichen Gefühl ging es zum Abendessen. Entspannte Atmosphäre, gute Laune und lecker Essen. Und unser Gespräch lief in eine überraschende Richtung. Meine Frau fing an zu fantasieren, was sie alles beruflich noch machen könnte, zu was sie Lust hätte und so weiter.

Wir waren ganz »fiebrig« dabei, das »Wäre-es-nicht-schön- wenn-Spiel« zu spielen und fabulierten wild darauf los. Dabei kamen einige konkrete und naheliegende Möglichkeiten zustande. Das Ende vom Lied: eine Kamera erschien sehr nützlich für diese Ideen. Und schon war eine »gute richtige Kamera« für meine Frau eine richtig gute und logische Idee. Drei Tage später wurde die Kamera bestellt. 

Wunscherfüllung: Zulassen versus Erzwingen

Erzwingen – Ich erfülle mir einen Wunsch!

Worauf will ich hinaus: natürlich hätte ich mir den Wunsche jederzeit erfüllen können. Kamera aussuchen, in Laden gehen, kaufen. Aber das fühlte sich nicht richtig an. Es wäre erzwungen gewesen, übers Knie gebrochen. Den Widerstand niedergerungen. Und dieser Widerstand hätte sich in Unmut und vielem mehr geäußert und natürlich hätte ich das alles aushalten können. Aber es wäre gemacht gewesen.

Und vor allem hätte ich mich in meiner »Haltung des Scheiterns« bestätigt und stabilisiert. Das bedeutet: für die nächste Wunscherfüllung wäre es noch klarer gewesen, dass ich auf diese Handlungs-Macht zu vertrauen habe.

All das hätte die Kamera dann symbolisiert. Jedesmal, wenn ich sie benutzt hätte, hätte sie genau das gesagt: »Ich mache was ich will, koste es was es wolle!« Meine Frau hätte keine Freude gehabt. Weder an der Kamera, noch an mir, wenn ich sie benutzt hätte. Und auch ich hätte viele weniger Freude daran gehabt, weil immer der Widerstand präsent gewesen wäre, den ich überwunden habe, um sie zu erobern.

Ergeben – Ein Wunsch erfüllt sich für mich!

Aber so wie es gelaufen ist, war es eben nicht gemacht, sondern es hat sich ergeben. Der Wunsch hat sich für mich erfüllt. Nicht ich hab den Wunsch für mich erfüllt.

Plötzlich hat etwas gepasst, was lange Zeit nicht gepasst hatte – nämlich ich. Plötzlich war etwas sinnvoll, was lange nicht sinnvoll erschien. Jetzt war die Kamera einfach der nächste logische Schritt.

Und genau das symbolisiert die Kamera jetzt! Sie steht jetzt für eine tollen Abend, für begeisternde Ideen, für eine Zusammen-etwas-inspirierendes-Gestalten, für Kreativität.

Habe ich damit schon viele Videos gemacht. Nein. Noch nicht. In den letzten Wochen war ich im Nebenjob mehr Krankenpfleger, Fahrdienst und Küchenpersonal, als irgendwas anders – geschweige denn Blogartikelschreiber und Videomacher.

Aber die Kamera hat mir in all der anstrengenden Zeit zu vielen kleinen Kreativ-Erlebnissen verholfen über die Lust am Fotografieren, die ich bis dahin noch nicht an mir kannte.

Fotografieren stand nicht auf meiner Liste. Überhaupt nicht! Deshalb hatte ich sie gekauft. Aber dazu ist jetzt geworden. Ein Möglichkeit mich kreativ auszutoben.

Ich bin ziemlich sicher, dass da noch viele Filmchen folgen werden. Und wenn nicht, dann eben nicht. Denn das, was zählt ist: in das Gefühl der Kreativität (also ich fühle mich kreativ) bin ich über die Kamera sehr häufig gekommen.

Deine Gefühle machen dich sichtbar!

Und damit fing alles an: mit dem Aufschreiben meiner Wahrheiten, was es genau ist, das ich an der Kreativität so liebe. Damit bin ich wieder in das Gefühl gekommen und spürte wie die Kreativität und das, was ich daran so liebe, wieder in mir pulsierte.

Jetzt war die Kreativität nicht mehr dort und ich hier. Sondern für die Minuten war ich dort. Und besser gesagt: mein hier wurde zum dort. Ich fühlte mich kreativ. Kreativität pulsierte in mir. Und damit war ich für den Kreativitäts-Bezug wieder sichtbar und findbar. Mein Lämpchen leuchtete wieder. Jetzt konnte ich von der Kreativität wieder gefunden werden.

Und die Kamera war jetzt ein logische Wunscherfüllung, da sie jetzt dieses Gefühl ausdrückt, unterstützt und verstärkt.

Die Frage ist also nicht so sehr: wie kann ich das finden, was ich so gerne hätte? Sondern: wie kann ich mich vom Erwünschten finden lassen? Wie werde ich wieder findbar? Wie kann ich zeigen (energetisch), dass ich bereit bin, frei und offen für das, was ich will?

Und das bedeutet: wie kann ich mich so fühlen, wie ich glaube, dass ich mich fühlen werde, wenn ich das Erwünschte habe.

Denn hier kann ich mit Gewissheit sagen: ich hatte mich eben nicht so gefühlt. Ich war damals beschäftigt mit allerlei »Hab-ich-nicht-Gedanken« die mich nur sichtbar und findbar machen für weitere »Natürlich-habe-ich-auch-das-nicht-Gedanken« in einer »Wir-alle-haben-es-nicht-Welt«.Alle Gefühle rund um Kreativität drehten sich um irgendeine Art von Unwohlsein.

Wie wirst du also findbar? In dem du dir das erwünschte Gefühl nimmst und überlegst was genau daran so herrlich ist. Schreibe 10 Gründe auf, warum du das Gefühl so klasse findest. Mache es regelmäßig und lass dich überraschen, was dich von da an alles finden wird. Darüber wird dein reales Hier zum erwünschten Dort.

Mach es einfach. Mach es jetzt.

Herzlich Grüße aus dem Kreativität-Gefühl

 

Michael Antoni Unterschrift

 

2 Kommentare

  1. Manuela Willms

    Hallo lieber Michael
    Freue mich wieder etwas von dir lesen zu können. Werde nun
    Über mein Gefühle nachdenken , die mir wichtig sind und morgen dazu was schreiben. Interessanter Gedanke von dir
    Alles Liebe dir und Annette
    Manuela
    Ausbildung Saarland

    Antworten
    • Michael

      Hallo liebe Manuela,
      ich freue mich auch, wieder dazuzukommen etwas zu veröffentlichen. Bin sehr gespannt wie es dir gelingt und was es mit dir macht. Lass mich wissen, wie es dir ergangen ist.

      Liebe Grüße von mir und von Annett
      Michael

      Antworten

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